Tipps und Tricks: Beamer aufstellen und ausrichten

Hat man den perfekten, neuen Beamer gefunden und im Haus, muss man ihn noch richtig aufstellen, einstellen und ausrichten. Dazu gibt es außerdem nützliches Zubehör.

Je nach Modell können Beamer auch seitlich versetzt stehen, ohne bei der Bildqualität einzubüßen. Im Bild der BenQ W2000. (Foto: BenQ) BenQ W2000 Beamer

Nützliche Hinweise zum Aufstellen und der Planung

Beamer können wunderbar große Bilder liefern und das ist sicher einer der Hauptgründe, sich einen anzuschaffen. Aber dafür muss man schon im Vorfeld ein, zwei Dinge beachten.

  • Jeder Beamer benötigt einen bestimmten Abstand. Hier gibt es zwar etwas Spielraum, aber man sollte sich definitiv vorher informieren.

  • Ein wichtiger Begriff ist außerdem Lens Shift. Hintergrund: Der Projektor wird so gut wie nie in einer geraden Linie vor der Leinwand positioniert werden können. Oftmals wird er unterhalb dessen auf dem Tisch stehen oder oberhalb dessen an der Decke hängen. Hier darauf achten, dass der Wunsch-Beamer das schon im Objektiv selbst entsprechend ausgleichen kann – eben per Lens Shift. Denn andere Anpassungen wie beispielsweise die Trapezkorrektur können zu Lasten der Bildqualität gehen. Je nach Beamer-Modell können sie auch seitlich versetzt stehen, falls sich das nicht vermeiden lässt. Hier aber vorher auch die technischen Daten studieren!

  • Eigentlich selbstverständlich, wird aber manchmal bei den Überlegungen vergessen: Nichts darf zwischen Beamer und Leinwand sein. Eine Konsequenz: Spiele beispielsweise mit einer Wii oder Kinect sind dadurch nicht möglich oder zumindest schwieriger zu realisieren.

  • So hell moderne Beamer auch sind: Licht jeder Art beeinträchtigt ihr Bild. Dazu gehören auch die Reflektionen des Raums und der Möbel selbst. Insofern sollte man an entsprechende Vorhänge oder Jalousien denken und die Beleuchtung des Raums darauf ausrichten.

  • Die Lampe im Innern des Beamers erzeugt nicht nur viel Licht, sondern auch enorm viel Wärme. Und man kennt das von Laptops und anderen technischen Geräten: Manche haben laute Lüfter, andere haben leisere. Hängt der Beamer direkt über einem an der Decke wird sich das stärker bemerkbar machen als wenn man ihn beispielsweise weiter hinter sich in einem Regal stehen hat.

  • Zu bedenken ist auch noch die Verkabelung. So braucht man ja beispielsweise ein HDMI-Kabel vom Receiver zum Beamer. Stromversorgung muss ebenfalls bereit liegen. Zumindest das Bild könnte man theoretisch auch kabellos zum Projektor schicken. Allerdings sollte man hier auf Testberichte schauen, wie zuverlässig diese Techniken inzwischen sind. Ich habe dazu bei den Recherchen zu diesem Special doch einige sehr kritische Stimmen gefunden.

Die Bestseller aus unserem umfangreichen Beamer-Angebot:

Den Projektor richtig kalibrieren

Es mag komisch klingen, aber ein Beamer ist im Auslieferungszustand nicht unbedingt perfekt eingerichtet. Stattdessen lohnt es sich, zumindest selbst ein wenig manuellen Aufwand zu investieren und sich das Setup des Projektors genau anzuschauen. Hilfreich sind hier zudem Kalibrierungs-Blu-Ray. Sie unterstützen dabei, Helligkeit, Kontrast und die Farbtemperatur anzupassen.

Wem sein TV-Bild wichtig ist, sollte zudem darüber nachdenken, einen Fachmann heranzuziehen. Die können mit dem entsprechenden Equipment ausgerüstet und dank ihrer Ausbildung die Einstellungen sehr viel besser und genauer vornehmen. Dabei können sie auch die Umgebung mit einbeziehen, in der der Projektor betrieben werden soll.

Sinnvolles Zubehör: Was braucht man für einen Beamer?

Vor allem braucht man für einen Beamer den entsprechenden Platz – und nützliche Dinge wie die Folgenden:

  • Leinwand. So mancher wird vielleicht darauf spekulieren, einfach eine weiße Wand als Projektionsfläche zu benutzen. Das kann auch funktionieren. Allerdings wird man wohl nie das gleiche Bild bekommen als wenn man zu einer richtigen Leinwand greift – die dann vollkommen glatt ist und dank ihrer Oberfläche das Bild in mancherlei Hinsicht verbessern kann. Rund ums Thema Leinwände findet ihr in diesem Special einen eigenen Beitrag.

  • Halterung. Im Idealfall hat der Beamer einen festen Platz, so dass man ihn nicht jedes Mal neu einstellen muss, wenn man ihn benutzen möchte. Er lässt sich mit einer passenden Halterung beispielsweise unter der Decke befestigen. Hier lohnt es sich, ein wenig mehr Geld auszugeben, schließlich kann eine gute Halterung eine deutlich längere Lebensdauer als der Beamer selbst haben.

  • Kabel. Normalerweise gilt, dass man für HDMI-Kabel nicht zu viel Geld ausgeben sollte – denn ein digitales Signal ist ein digitales Signal. Im Gegensatz beispielsweise zu Lautsprecher-Kabeln kann man hier nicht damit argumentieren, dass das Kabel das Ergebnis in irgendeiner Hinsicht positiv oder negativ beeinflussen könnte. Es lohnt sich in diesem Fall aber, nicht zum billigsten verfügaren HDMI-Kabel zu greifen, da man sehr wahrscheinlich ein sehr langes Exemplar braucht, das man zudem am liebsten fest verlegen möchte. Wer hier spart, kann sich in der nächsten Zeit dann eventuell über seine falsch eingesetzte Sparsamkeit ärgern.

 

 

 

Zubehör für Projektoren aus unserem Angebot:

Weitere Artikel in diesem Special

Beamer auswählen

Um den passenden Beamer fürs Heimkino zu finden, muss man klären, welche Ansprüche man an das Gerät eigentlich stellt und was es mitbringen muss. Dieser Artikel hilft dabei.

Jetzt lesen...

Die passende Leinwand finden

So mancher wird mit dem Gedanken spielen, den Beamer einfach an eine freie Wand strahlen zu lassen. Und auch wenn das geht, gibt es doch gute Argumente für eine Leinwand.

Jetzt lesen...

Aufstellen und ausrichten

Hat man den perfekten, neuen Beamer gefunden und im Haus, muss man ihn noch richtig aufstellen, einstellen und ausrichten. Dazu gibt es außerdem nützliches Zubehör.

Jetzt lesen...

Wie gut sind Pico-Projektoren?

Nicht jeder braucht gleich einen fest installierten Beamer. Pico Projektoren sind ihre kompakten, transportablen Verwandten. Die Qualität der Geräte ist allerdings noch sehr unterschiedlich.

Jetzt lesen...