Den besten Beamer auswählen

Um den passenden Beamer fürs Heimkino zu finden, reichen Testberichte nicht aus. Sie kommen erst in zweiter Linie. Vorher muss man klären, welche Ansprüche man an das Gerät eigentlich stellt und was es mitbringen muss.

Der PF1000U von LG ist ein Extrembeispiel. Normalerweise brauchen Beamer einen Abstand von mehreren Metern zur Leinwand. (Foto: LG) LG PF1000U Beamer

Eine wichtige Frage: Wie groß ist der Raum?

Wer nicht gerade seinen Keller zum Heimkino umbauen kann, wird wahrscheinlich ein Auge auf den verfügbaren Platz haben müssen. Inzwischen gibt es glücklicherweise Beamer, die auch mit kürzeren Distanzen klar kommen.

Hier ist es entsprechend wichtig, sich die technischen Daten anzuschauen. Sehr nützlich ist da der Projection Calculator. Er nimmt diese Angaben und berechnet daraus anschauliche Grafiken. Schon kann man erkennen, ob 2 Meter Abstand genug sind oder doch 4 Meter gebraucht werden und wie groß das Bild sein kann.

Ein weiterer Faktor für den Hinterkopf: Wo wird der Beamer am Ende stehen (oder hängen)? Kommt der Wunsch-Beamer mit diesem Winkel zur Leinwand zurecht? Siehe hierzu auch meinen Artikel mit Tipps und Hinweisen rund ums Aufstellen eines Projektors.

Wichtige Eckdaten und was sie bedeuten

Wer auf der Suche nach einem Beamer ist, stößt auf allerlei technische Daten und Angaben, die sich nicht auf den ersten Blick erklären. Was bedeuten sie und wie wichtig sind sie?

Kontrast: Gemeint ist hier der Unterschied zwischen dem dunkelsten möglichen Schwarz und dem hellsten möglichen Weiß. Je höher der Wert, desto höher der Kontrast und desto „knackiger“ das Bild. Ein zu geringer Kontrast lässt alles verwaschen aussehen.

Helligkeit: Ganz offensichtlich bestimmt dieser Faktor, wie hell das Bild sein kann. Er hat aber noch eine andere Relevanz: Zugleich geht es auch darum, wie groß das Bild sein kann. Denn die Helligkeit nimmt mit der Bildgröße ab.

Farbtreue: Je größer der Farbraum und je ausgewogener, desto farbtreuer ist das Bild des Beamers. Bedeutet: Das Bild sieht realistischer aus, es gibt keine oder zumindest weniger Farbverfälschungen.

Auflösung: In der Regel wird man heute wohl zu einem Beamer greifen, der 1080p darstellen kann – also volle HD-Auflösung. Wer etwas sparen will, kann sich aber auch auf 720p beschränken. Hier sollte man nur wissen, dass man in diesem Fall natürlich sehr viel schneller einzelne Pixel sieht und das Bild eben nicht so scharf sein kann. Hier kommt es u.a. darauf an, wie dicht man vor der Leinwand sitzt.

Bei der Auswahl des Beamers kommt es auch sehr auf die geplante Nutzung an. (Foto: Epson) Epson EH-TW450 Beamer

Technologien im Vergleich: DLP, LCD, LCoS – Was ist besser?

Es gibt verschiedene Techniken, mit denen Beamer heutzutage ihr Bild erzeugen. Wie so oft hat jede davon ihre ganz spezifischen Vor- und Nachteile:

DLP steht für „Digital Light Processing“. Die meisten digitalen Projektoren in Kinos setzen auf diese Technologie. Sie funktioniert mit mikroskopisch kleinen Spiegeln. Ihre Stärke liegt beispielsweise in Szenen mit schnellen Bewegungen, weil sie dabei weniger Unschärfen erzeugen. Dafür kann es einen „Regenbogen-Effekt“ geben, wenn beispielsweise sehr helle Objekte über einen sehr dunklen Hintergrund wandern – beispielsweise der Abspann eines Films. Wie stark und als wie störend dieser Effekt wahrgenommen wird, ist dabei aber sehr individuell.

LCD steht für „Liquid Cristal Display“. Diese Technik kennen viele bereits aus Bildschirmen in Laptops und Fernsehern. Sie hat sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt und kann heutzutage beispielsweise einen höheren Kontrast als in früheren Jahren erzeugen.

LCoS steht für „Liquid Cristal on Silicon“ und ist in gewisser Hinsicht ein Mix aus DLP und LCD. Eine Stärke dieser Technik  liegt im hohen Kontrast.

Letztlich zeigt sich, dass es gute und schlechte Beamer mit allen drei Technologien gibt. Insofern kann man hier keine generelle Empfehlung geben.

Die Bestseller aus unserem umfangreichen Beamer-Angebot:

EURONICS


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71254 Ditzingen

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Lichtquellen: Klassisch, LED, Laser

Ein zentrales Element eines jeden Beamers ist natürlich seine Lichtquelle. Und inzwischen dürfte sich auch herumgesprochen haben, wie teuer die sein kann. Die Lampe im Innern muss eben ein enormes Maß an Leuchtkraft entfalten. Manche werden als „Ultra High Performance“ (UHP) Lampe bezeichnet. Und wie man das von klassischen Glühbirnen kennt, entwickeln diese zugleich eine Menge Abwärme, die durch Lüfter abgeführt werden muss. Zugleich haben diese Lampen eine auf einige tausend Stunden begrenzte Lebensdauer. Sie werden mit der Zeit dunkler. Noch relativ neu sind Beamer mit LED-Leuchtmittel. Sie sind deutlich langlebiger, dafür in der Regel aber auch weniger hell.

Noch exotischer sind derzeit Projektoren, die auf Laser als Lichtquelle setzen. Vorteile: Laser sind im Vergleich zu den herkömmlichen Lampen unempfindlicher, langlebiger und entwickeln deutlich weniger Abwärme. Nicht zuletzt sind Laser-Projektoren schneller einsatzbereit. Die Hersteller haben hier jeweils sehr unterschiedliche Bauweisen mit bis zu drei Lasern – das würde an dieser Stelle dann aber doch zu weit führen. 

Was ist mit einem „Business Beamer“?

Es gibt Projektoren auch speziell für den Geschäftseinsatz, also beispielsweise ganz klassisch im Besprechungsraum. Die setzen aber ganz andere Schwerpunkte beim Bild als ein Gerät, das für Filme und Serien gedacht. Ein Business-Modell wird beispielsweise auf Farbtreue keinen großen Wert legen. Viel wichtiger ist hier, dass das Bild auch unter schwierigen Lichtverhältnissen noch gut erkennbar ist. Zu Hause ist man da sehr viel flexibler und wird sicher in Kauf nehmen, den Raum für den Kinoabend abzudunkeln. Im Gegenzug bekommt man dann ein Bild, das möglichst realistisch in seinen Farben und sehr scharf ist.

Auch wenn es verführerisch scheint, sich ein Gerät für beide Zwecke anzuschaffen, ist das nicht empfehlenswert.

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