Erst mit einer Leinwand kommt richtiges Kinofeeling auf. Und ein paar weitere gute Argumente gibt es auch noch. (Foto: Chris Collins, flickr.com. Lizenz: CC BY 2.0) Heimkino mit Beamer und Leinwand

Die richtige Leinwand aussuchen

So mancher wird mit dem Gedanken spielen, den Beamer einfach an eine freie Wand strahlen zu lassen. Und auch wenn das an sich möglich ist, gibt es doch gute Argumente für eine Leinwand.

Wozu den Beamer mit einer Leinwand betreiben?

Kaum eine Wand wird auch nur annähernd so glatt sein wie eine gut gepflegte Leinwand. Und wozu dann überhaupt viel Geld in einen Beamer mit tollem Bild investieren? 

Eine spezielle Leinwand hat außerdem weitere interessante Eigenschaften, die das Bild sogar noch weiter verbessern können. So kann sie beispielsweise dank ihrer reflektiven Beschichtung für ein helleres Bild sorgen oder auch dabei helfen, dass Streulicht weniger Schaden anrichten kann.

Kurzum: Wer in seinem Heimkino echtes Kino-Feeling will, kommt um eine Leinwand kaum herum. Erst durch sie kann sich das Bild richtig entfalten. Deshalb sollte man die mögliche Position der Leinwand auch beim Aufstellen des Beamers mit einbeziehen.

Projektionswände und anderes Zubehör:

Beispiel für eine einrollbare Leinwand von Optoma. (Foto: Optoma) Optoma Leinwand

Welche Arten von Leinwänden gibt es?

Eine Entscheidung für die richtige Leinwand betrifft das Bildformat. 16:9 kennen wir heute als neuen Standard fürs Fernsehen. Auch Filme nutzen es. Hollywood mag es allerdings in der Regel eine Kleinigkeit breiter als 16:9. Für TV und Blu-Ray werden diese Filme dann oftmals links und rechts beschnitten. Darüber hinaus gibt es Super-Breitwand-Formate wie beispielsweise 21:9, die in entsprechenden Kinos auch breiter projiziert werden. Der Effekt: Es wird mehr von unserem Sichtfeld einbezogen und dadurch fühlt man sich mehr im Geschehen.

Als Faustregel kann man festhalten: Wer vor allem Spiele spielen oder TV-Serien und ähnliches Material schauen möchte, kommt mit 16:9 gut zurecht. Filmfans werden hingegen sicherlich mit dem superbreiten Format liebäugeln.

Eine weitere Überlegung betrifft den Leuchtdichtefaktor, auch als Gain bezeichnet. Dieser beschreibt das Reflexionsverhalten der Leinwand: Strahlt sie vor allem nach vorn ab oder auch zu den Seiten? Hier kommt es zum einen darauf an, ob auch seitlich das Bild noch gut sichtbar sein muss und zum anderen, mit wie viel Streulicht zu rechnen ist. Mit einbeziehen muss man hier auch, wie leuchtstark der gewünschte Beamer ist. Als Faustregel gilt hier, dass für ein Heimkino ein Gain von unter 1,5 empfohlen wird. Sofern bereits klar ist, dass man den Raum nicht immer perfekt abdunkeln wird, sollte es ein eher höherer Wert sein.

Darüber hinaus gibt es dann noch „akustisch transparente“ Leinwände. Bei ihnen kann man zum einen die Lautsprecher auch wie im Kino dahinter platzieren. Zugleich vermeidet man so aber außerdem eine Verschlechterung der Raumakustik: Schließlich hat man ansonsten eine recht große, glatte Fläche, die vor allem die hohen Töne reflektiert.

Und zu guter Letzt gibt es Leinwände, die an die Wand montiert werden und solche, die sich einrollen lassen und beispielsweise an der Decke hängen. Hier kommt es ganz darauf an, was der Raum ermöglicht.

Fazit

Am Schluss noch ein Gedanke: Eine Leinwand gehört zu den Komponenten im Heimkino, die man über lange Zeit behalten kann – während andere Elemente wie der Receiver oder Beamer durch neue Geräte ausgetauscht werden. Insofern gibt man sein Geld hier idealerweise für eine langfristig genutzte Anschaffung aus. Wie beschrieben wird man die Bildqualität damit in vielerlei Hinsicht verbessern können.

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