Die DxO One will ein iPhone zur hochwertigen Kamera aufrüsten. (Foto: DxO) DxO One

Zubehör für Smartphonografen

Hat es einen erst einmal gepackt, werden die Ansprüche natürlich größer: Kann man nicht noch mehr aus dem herausholen, was die Smartphone-Kamera leistet? Man kann! Dazu braucht es dann neben dem eigenen Geschick und den passenden Apps vor allem eines: das richtige Zubehör.

Ansteckobjektive

Ein Nachteil von Smartphones gegenüber selbst einfachen Kompaktkameras, ist die eingeschränkte Flexibilität des eingebauten Objektivs. Während ein Zoom bei Fotoapparaten heute oftmals dazugehört, ist dafür in den meisten Smartphones kein Platz. Man muss also mit dem Bildausschnitt (der Brennweite) leben, die der Hersteller eingebaut hat.

Mehr kreativen Spielraum bekommt man durch Ansteckobjektive, die an einer Hülle oder direkt auf dem Smartphone befestigt werden. Oft kommen sie im Set mit verschiedenen Brennweiten und Anwendungsfällen. Dadurch kann man dann also beispielsweise Nahaufnahmen auch von kleinsten Objekten machen oder weiter entfernte Motive bildfüllend einfangen. Ein Nachteil ist natürlich, dass man diese Objektive zusätzlich dabei haben muss. Ein anderer ist, dass die Bildqualität insgesamt dadurch leiden kann – wie stark und wie sichtbar, hängt ganz vom Modell ab. Je nach Anwender dürfte der größere kreative Spielraum diesen Punkt zudem aufwiegen.

Sonys QX30 nutzt das Smartphone als Display und Recheneinheit. (Foto: Sony) Sony QX30 Objektivkamera

Objektiv-Kameras

Eine noch junge Produktkategorie sind die Objektiv-Kameras, die das Smartphone als Display und Steuerzentrale benutzen, während sie Linse, Sensor und Bildprozessor beisteuern. Hier versuchen die Hersteller also die Stärken zweier Welten zu etwas Neuem zu kombinieren. Sony ist hier beispielsweise sehr aktiv, aber auch Olympus. Kamera und Smartphone kommunizieren in diesem Fall drahtlos, können aber auch per Halterung zusammen verwendet werden.

Neuester Streich ist die DxO One, die speziell auf das iPhone ausgerichtet ist und mit diesem via Lightning-Connector verbunden wird. Auf diese Weise sorgen die Macher für eine schnelle und zuverlässige Verbindung. Da ein Lightning-Stecker einrastet, sollen die beiden Einzelteile hier tatsächlich zu einer neuen Einheit werden.

Ein großer Nachteil dieser Geräte ist ihr vergleichsweise hoher Preis. Für ein paar Euro mehr bekommt man schon eine komplette Kamera. Ob sich die Anschaffung lohnt, hängt also wie so oft davon ab, wie man das Gerät einsetzen möchte. Interessant ist die Idee aber allemal.

Flexible Stative wie hier die „Monkey Pods“ von Rollei sind praktische Helfer. (Foto: Rollei) Rollei Monkey Pods

Stative

„Fotografieren ohne Stativ ist Knipsen“, hat mal ein Fotograf zu mir gesagt. Und auch wenn das vielleicht ein wenig krass ausgedrückt ist, ist da was dran: Mit einem Stativ erweitert man seine kreativen Möglichkeiten. Bei schlechten Lichtverhältnissen muss man sich beispielsweise nicht darum sorgen, dass man das Foto verwackelt. Oder man kann einmal mit Fotoserien und Zeitraffer-Aufnahmen experimentieren. Und nicht zuletzt lässt sich auch der Zeitauslöser auf neue Weise benutzen.

Klassische Stative für Kameras setzen in der Regel auf eine standardisierte Schraube für die Befestigung. Smartphones haben dafür natürlich kein Gewinde. Aber das lässt sich durch zahlreiche Adapter nachrüsten.

Inzwischen kommen diverse Stative auch schon mit Smartphone-Halterung heraus – die Hersteller erkennen eben auch die Zeichen der Zeit. Es gibt etliche Bauformen:

  • Kleine Tischstative, die am ehesten für Videotelefonate gedacht sind. Mit denen man sich aber auch für andere Gelegenheiten selbst filmen kann. In der Regel kann man hier die Neigung verstellen, aber beispielsweise nicht die Höhe.

  • Kleine Stative mit flexiblen Beinen. Die „Gorillapods“ sind hier sicherlich die bekanntesten Vertreter, aber es gibt inzwischen jede Menge mehr. Sie kann man wie ein Tischstativ verwenden, aber die Beine lassen sich auch um Äste, Laternenmasten oder Zaunpfähle herumschlingen. Und logischerweise lassen sich damit auch Unebenheiten ausgleichen.

  • Einbein-Stative. Ihr großer Vorteil: Sie sind leicht und kompakt, helfen aber in vielen Situationen enorm, die Kamera ruhig zu halten. Der Selfie-Stick ist im Grunde eine Abwandlung dessen. Es gibt auch Modelle, die solche Funktionen kombinieren.

  • Dreibein-Stative. Das klassische Modell. Hier gibt es enorm viel Auswahl für jeden Anspruch und jeden Geldbeutel. Teurere Modelle sind stabiler, besser einstellbar und halten länger. Wer ein Stativ nur gelegentlich nutzt, kann auch mit einem günstgen Modell gut klarkommen.

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