Ein Gadget unter vielen, aber für so manchen eines der wichtigsten: Kopfhörer. (Foto: Sony) Sony Kopfhörer

Finde den perfekten Kopfhörer für dich!

Eines ist wohl eindeutig: Es gibt jede Menge Auswahl im Markt der Kopfhörer. Größen, Formen, Funktionen und nicht zuletzt Preisklassen – es ist für jeden etwas dabei. Den einen besten Kopfhörer gibt es nicht. Vielmehr kommt es darauf an, was man damit vor allem hören will und wo. Dieses Special soll dir helfen, einen ersten Überblick zu bekommen: Was es gibt, was es kann und für wen sich was eignet.

Bauformen und Funktionen

Kopfhörer gibt es in etlichen Größen und Formen und sogar mit unterschiedlichen Funktionen: Manche sind zugleich Fitnesstracker, andere ein Headset, wieder andere unterdrücken Umgebungsgeräusche.

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Worauf beim Kauf achten?

Hat man sich einmal für eine Bauform der Kopfhörer entschieden, gibt es viele weitere technische Daten und weiterführende Features, die zur Wahl stehen. Und wie funktioniert eigentlich „Active Noice Cancellation“?

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Kopfhörer-Typberatung

Je nachdem, wofür man den Kopfhörer braucht, kommen ganz unterschiedliche Modelle in Frage. Ich habe hier einmal einige typische Nutzer versammelt und gebe einige Empfehlungen ab.

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Beispiele für Kopfhörer

Dieser Artikel versammelt sechs Beispiele aus dem vielfältigen Kopfhörer-Angebot. Sie reichen vom Angebot für Hi-Fi-Enthusiasten bis zum preisbewussten Käufer.

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Hört sich gut an: Unsere Kopfhörer-Bestseller

Kopfhörer-Kaufberatung im Video: Hilfe bei der Auswahl!

Wer lieber schaut als viel liest: Jan „jati“ Tißler meldet sich hier wieder aus seiner Sendeküche in San Francisco und hilft euch bei der Auswahl eures neuen Lieblings-Kopfhörers. Er erklärt die verschiedenen Bauformen, zeigt was es mit aktiver Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancellation) auf sich hat oder auch, was mit „offenen“ und „geschlossenen“ Kopfhörern gemeint ist. Bonus für Abspannsitzenbleiber: Outtakes!

Inhalte des Videos zum nachlesen:

Hallo und herzlich Willkommen hier in meiner Sendeküche in San Francisco.

In diesem Video soll sich alles um Kopfhörer drehen. Ich will euch eine kleine Hilfestellung an die Hand geben, wie ihr eure neuen Lieblingskopfhörer aus diesem großen Sortiment findet. Am Anfang werde ich euch dazu einige Beispiele zeigen und dazu schon mal ein bisschen was erklären. Am Ende habe ich nochmal die wichtigsten Kriterien für euch zusammengefasst.

In-Ear Kopfhörer

Gucken wir dazu gleich auf meinen Bildschirm. Hier haben wir das erste Beispiel. Diese In-Ear-Kopfhörer sind von Phillips und wie der Name Actionfit schon andeutet, sind sie vor allem für Sportler gedacht. Dabei handelt es sich also um In-Ears, die zusätzlich noch drahtlos sind. Ihr seht eben, In-Ears steckt man in den Gehörgang. Hier zeige ich euch die verschiedenen Modelle und die grundsätzliche Bauform solcher Kopfhörer. Der große Vorteil dieser In-Ears ist, dass sie sehr kompakt und unauffällig sind. Nicht jeder möchte mit einem großen Bügelkopfhörer rumlaufen. Sie schirmen auch Geräusche gut ab, da sie praktisch wie ein Ohrstöpsel funktionieren. Das Tragegefühl ist deshalb allerdings auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Nicht jeder mag das und schon gar nicht auf Dauer. In-Ears sind eine sehr individuelle Sache, weil es auch tatsächlich auf eure Ohren ankommt und jeder eine andere Form hat. Für den Hersteller ist es daher nicht einfach den Kompromiss zu finden, manchen gelingt es besser als anderen, beziehungsweise kommt es ganz auf euch an. Bei vielen Modellen bekommt ihr auch eine große Auswahl an Kappen. Dabei handelt es sich am Ende um den Teil, den ihr euch letztlich in das Ohr steckt. Hier gibt es unterschiedliche Größen und Materialien und je nach Hersteller und Modell werden verschiedene Aufsätze beigelegt. Entsprechend kann man dort keine generelle Entscheidung treffen, ob diese für einen individuell passen. Für manch einen ist es grundsätzlich kein angenehmes Gefühl, andere wissen dies wiederum sehr zu schätzen. Ich benutze In-Ears sehr häufig, weil es so nett ist, dass sie zugleich auch von der Umgebung abschirmen und man die Musik nicht so laut machen muss. Wenn ich einen Podcast höre und die Sprache und das was dort erzählt wird verstehen will, fällt dies in einer lauten Umgebung manchmal sehr schwer. In-Ears helfen dabei automatisch. 

Bügelkopfhörer

Als nächstes haben wir eine weitere Bauform: Die Bügelkopfhörer. Diese liegen auf dem Ohr auf und werden daher auch On-Ears genannt. Sie sind, wie man sieht, unzweifelhaft größer als In-Ears. Trotzdem sind sie aber immer noch sehr kompakt und es gibt eine ganze Menge faltbare Modelle. Das heißt also man hat Kopfhörer, die eine gewisse Größe mitbringen und auf dem Ohr aufliegen, anstatt dass sie in das Ohr reingesteckt werden. Dennoch kann man sie mitnehmen. Die Sache ist, dass es für die Hersteller einfacher wird, einen guten Klang für einen Kopfhörer zu erzeugen, wenn mehr Platz zur Verfügung steht. Das ist einfach eine physikalische Sache. Es ist viel schwieriger und aufwendiger bei einem kleinen In-Ear für einen guten Klang zu sorgen, als es bei einem On-Ear Kopfhörer der Fall ist.

Es gibt aber auch Modelle, die drahtlos sind oder eine Headset-Funktionalität haben. Solche Kopfhörer sind trotzdem immer noch sehr gut transportabel, wenn man unterwegs ist.

Over-Ear Kopfhörer

Dann gibt die größten und massivsten Modelle: Die sogenannten Over-Ear Kopfhörer. Hier umschließt die Ohrmuschel das eigene Ohr. Wie ich eben schon erklärt habe: Je größer der Kopfhörer, desto eher haben die Hersteller eine Chance für einen guten Klang zu sorgen. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Kopfhörer besser klingt. Für den Hersteller ist dies aber somit einfacher. Dafür habt ihr aber einen ziemlich massiven Kopfhörer. Wenn ihr diesen im Büro nutzt und den auch einfach dort lasst oder wenn der für die Nutzung zuhause gedacht ist, dann ist das natürlich überhaupt kein Problem. Für diese Nutzung würde ich das auf jeden Fall empfehlen. Wenn ihr jedoch unterwegs seid, ist es eine Geschmackssache und eine Frage, wie ihr den Over-Ear Kopfhörer transportieren wollt. Habt ihr immer einen Rucksack dabei, wo dieser im Zweifel immer eingesteckt werden kann? Dann ist es natürlich auch kein Problem.

Hier gibt es auch faltbare und drahtlose Modelle, sogar welche mit Headsetfunktion. Das hier sind jetzt ein paar Sennheiser Beispiele. Diese sind natürlich besonders geeignet, wenn es zu 100 % auf den Klang ankommt und man HiFi-Fan ist, der viel Musik hört. Dann lohnt sich eine solche Anschaffung. Auch wenn man die gesamte Ausstattung Drumherum dazu passend hat. Denn natürlich kann ein Kopfhörer am Ende der Kette nichts herausholen, was am Anfang nicht da war. Wenn ihr einfach keine qualitativ hochwertigen Musikdateien habt oder wenn euer Abspielgerät nicht qualitativ hochwertig ist, nützt auch der beste Kopfhörer nichts – denn der kann ja nur etwas aus dem machen, was bei ihm ankommt. Das ist so die Grundlogik, die man im Hinterkopf haben muss.

Dann habe ich hier ein Beispiel von Bose für einen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung, auch Active Noise Cancellation (ANC) genannt. Das bedeutet, dass diese Kopfhörer nicht nur in sich abgeschlossen sind und dadurch eine gewisse Dämpfung haben, sondern dass sie über eine eingebaute Technik verfügen, mit der Geräusche aktiv unterdrückt werden. Das Ganze funktioniert mit Gegenschall, einer gegenläufigen Schallwelle. Das wiederrum bedeutet, dass der Kopfhörer Geräusche aus der Umgebung aufnimmt und dann im Millisekunden Bereich versucht, eine exakt gegenläufige Schallwelle im Inneren zu erzeugen. Somit werden die Umgebungsgeräusche ausgeblendet. Das funktioniert teilweise erstaunlich gut. Es kommt halt ganz darauf an, was ihr ausblenden wollt. Bei gleichbleibenden Geräuschen, wie dem Brummen eines Flugzeugs, funktioniert das super. Sprache funktioniert hingegen weniger gut, dazu ist dieser Art von Geräusch zu modular, sprich sie verändert sich zu schnell. Das kann durch einen solchen Kopfhörer nicht komplett ausgeblendet werden. Wichtig ist es daher, die Erwartung richtig einzuordnen. Dieser Kopfhörer kann jetzt nicht alles komplett ausblenden, was außen entsteht. Aber er wird es sehr stark herunterdämpfen und ich glaube wer viel unterwegs ist und reist, sei es im Flugzeug, Zug oder Nahverkehr, wird das sehr zu schätzen wissen.

Wireless In-Ear Kopfhörer

Ein anderer interessanter und relativ neuer Bereich von Geräten behandelt In-Ear Kopfhörer, die gleichzeitig als Fitness- und Activity-Tracker funktionieren. Das heißt, dass diese Modelle beispielsweise euren Puls messen oder die Schritte zählen können. So etwas gibt es inzwischen auch. Das hier ist der Misfit Specter, der bereits angekündigt, aber noch nicht auf dem Markt ist. Wie ich finde ist das eine ganz interessante und spannende Entwicklung für Sportler.

Zusammenfassung Kopfhörer-Kaufberatung

Am Anfang hatte ich ja bereits gesagt, dass ich für euch einige Punkte zusammengefasst habe. Wenn du einen neuen Kopfhörer aussuchst, frag dich vorher: Wofür willst du ihn wann nutzen? Darüber musst du dir als erstes klarwerden. Willst du ihn zuhause benutzen, unterwegs oder im Büro? Willst du Musik hören oder etwas Anderes?

Wenn ihr euch darüber klargeworden seid, geht es um die Bauform. Soll er faltbar sein oder nicht? Wenn ihr viel unterwegs seid ist ein kleiner faltbarer Kopfhörer durchaus praktischer. Wenn ihr ihn vor allem zuhause nutzt oder wenn ihr kein Problem damit habt, dass er ein bisschen sperriger ist, dann würde ich darauf verzichten und eher ein größeres Modell nehmen, welches nicht faltbar ist. Die Gelenke und all diese Dinge machen das Gerät komplizierter. Wenn ich es nicht brauche, würde ich darauf einfach verzichten. Offen oder geschlossen? Das habe ich gerade noch nicht erwähnt. Es gibt zwei grundsätzliche Ansätze dabei, wie man einen Kopfhörer konstruiert. Offen heißt, dass er nicht nur nach innen zu den Ohren abstrahlt, sondern auch ein bisschen Schall rauslässt und gleichzeitig auch Umgebungsgeräusche in den Kopfhörer rein lässt. Er ist also offen konstruiert. Die Sache ist, dass es eine solche Konstruktionsart für die Hersteller einfacher macht, einen guten Klang zu erzeugen, während der geschlossene Kopfhörer dafür sorgt, dass ihr abgeschirmt seid und ihr von außen fast nichts hört. Außer ihr dreht wirklich komplett auf, hier wird man wahrscheinlich trotzdem etwas hören. Die Geräusche sind jedoch sowohl außen als auch nach innen sehr gering. Für die Hersteller ist diese Art von Kopfhörer aufgrund von Reflektionen im Kopfhörer schwieriger zu fertigen. Hier muss bei der Konstruktion gegengearbeitet werden.

Ihr müsst euch auch fragen ob ihr einen drahtlosen Kopfhörer wollt. Das ist sehr bequem, Bluetooth ist dabei am meisten verbreitet. Hier muss man nur darauf achten, dass das alte Standard-Bluetooth für Musik nicht wirklich gedacht war und es daher nicht genügend Bandbreite für die Komplexität bietet. Dadurch geht natürlich Klang verloren, es kommt immer darauf an ob einem das wichtig ist, ob man wie erwähnt das Ausgangsmaterial hat und ob man diese Einbuße überhaupt wahrnimmt. Es gibt aber moderne Bluetooth-Versionen, bei denen die Musik vor der Übertragung komprimiert wird durch A2DP-Technik. Diese Technik verspricht, dass die Musik trotzdem CD-Qualität beibehält. Damit hat man dann einen besseren Bluetooth-Klang. Ihr müsst natürlich im Kopf behalten, dass ein drahtloses Gadget auch aufgeladen werden muss.

Aktive Geräuschunterdrückung hatte ich schon erwähnt, hier hat man auch eine aktive Komponente die mit Strom versorgt werden muss. Wobei man in der Regel davon ausgesehen kann, dass man den Kopfhörer auch benutzen kann, wenn die Batterie alle ist. Dann funktioniert zwar die aktive Geräuschunterdrückung nicht, aber der Kopfhörer selber kann weiter genutzt werden.

Schlusswort

Das sind meine Tipps und Tricks und Hinweise zur Kopfhörerauswahl. Und wenn ihr mehr wissen wollt, beziehungsweise wenn ihr euch mal ein paar Kopfhörer anschauen wollt, dann schaut einfach bei euronics.de vorbei. Hier gibt es einen großen Bereich mit einer umfassenden Auswahl an Kopfhörern in allen erwähnten Bauformen von diversen Herstellern. Auf der linken Seite könnt ihr alles nach Marken und nach Produkttyp eingrenzen. Also ob mit oder ohne Kabel und Mikrofon, welche Bauform und welcher Frequenzgang. Dieser gibt an, welche Bandbreite an Tönen der Kopfhörer abbilden kann. Und zu guter Letzt ein nicht zu unterschätzendes Kriterium: Die Farbe. Schließlich ist der Kopfhörer mit dem man unterwegs ist auch eine modische Entscheidung. Ich persönlich würde die Entscheidung erstmal nach den Kriterien fällen, die ich euch gerade vorgestellt habe. Sprich der Bauform, soll es ein Drahtloskopfhörer sein, und den weiteren technischen Aspekten.

Ich hoffe diese Kopfhörer-Kaufberatung hat euch ein bisschen weitergeholfen und wir sehen uns dann an dieser Stelle beim nächsten Mal wieder. Bis dahin sage ich auf Wiedersehen.