Falls eine kompakte Box ohne Ständer kommt, lohnt sich die Anschaffung definitiv. (Foto: Bowers & Wilkins) Bowers & Wilkins CM6 Lautsprecher

Nützliches Zubehör für deine Lautsprecher

Auspacken, aufstellen und anschließen – schon ist man fertig mit seinen brandneuen Lautsprechern. Oder? Im Prinzip schon, aber es gibt ein paar Helfer, die das Leben noch besser machen. Gemeint sind damit vor allem Kabel, Ständer, Halterungen und Standfüße.

Hochwertige Kabel sehen nicht nur besser aus, sie sind auch haltbarer und können den Klang optimieren. (Foto: quadral) quadral Lautsprecherkabel

Bessere Kabel

Je nach Hersteller werden deine Lautsprecher schon mit ordentlichen Kabeln kommen, um sie am Verstärker anzuschließen. Manchmal wird hier aber auch gespart. Aber lohnt sich die Investition?

Wer im Netz nach „Kabelklang“ sucht, wird auf zahlreiche und teilweise sehr hitzige Diskussionen in Hi-Fi-Foren treffen. Meine persönliche Empfehlung dazu: Gute Kabel kann man sich gönnen, nachdem man alles andere bereits fertig hat. So spielt für das Klangerlebnis eine viel größere Rolle, dass die Lautsprecher zum Raum passen, dass sie korrekt aufgestellt sind und dass man die Raumakustik optimiert. Danach gilt: Je länger das Kabel, desto mehr wirkt sich dessen Querschnitt aus.

Man sollte aber keine Klangwunder erwarten. Wenn es grundsätzlich nicht so klingt, wie man sich erhofft hat, wird die Fehlerquelle sehr wahrscheinlich woanders liegen.

Abseits vom Klang gibt es aber dennoch Argumente für hochwertige Kabel: Sie sind in der Regel haltbarer und sie sehen oftmals auch besser aus. Denn das Auge hört mit – wenn ihr wisst, was ich meine.

Mit einer Wandhaltunger kann man Lautsprecher sehr individuell platzieren – wie hier in Cantons Beispiel sogar draußen. (Foto: Canton) Canton Lautsprecher Wandhalterung

Ständer und Halterung

Wie schon in meinem Artikel übers Aufstellen der Boxen erwähnt: Die meisten Lautsprecher brauchen Freiraum, um ihren Klang zu entwickeln. Man sollte sie nicht direkt an der Wand positionieren und erst recht nicht in der Ecke. Außerdem sehr wichtig: Die Hochtöner sollten idealerweise auf gleicher Höhe mit den eigenen Ohren sein, wenn man in seinem TV-Sessel oder auf dem Sofa sitzt.

Bei kleineren Boxen braucht man da eben entsprechende Ständer oder eben Wandhalterungen. Sie erleichtern es dann auch, die Lautsprecher auszurichten.

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Verstellbare Standfüße am Beispiel eines Lautsprechers von quadral. (Foto: quadral) quadral Lautsprecher

Standfüße, Spikes

Gelegentlich wird empfohlen, Lautsprecher vom Boden zu „entkoppeln“. Gemeint ist damit, dass auch das Gehäuse der Box selbst Schall übertragen kann – und das dann direkt in den Fußboden wandert, falls es eine Standbox ist. Hat man hier einen ungünstigen Untergrund, kann der selbst in Schwingungen geraten und damit den Sound verfälschen. Für diesen Zweck gibt es etliche Formen und Varianten von Standfüßen. Manchmal sind es kleine „Puks“, die man an allen vier Ecken der Lautsprecher befestigt oder die Box einfach darauf platziert. Das sind so genannte Absorberfüße. Sie sollen die Übertragung von Schwinungen dämpfen.

Eine andere Variante sind „Spikes“: Dann steht der Lautsprecher auf vier spitzen Füßen. Sie sollen im Gegensatz zu den Absorberfüßen die Schwingungen gezielt von der Box in einen entsprechend stabilen Untergrund ableiten.

Manche schwören auf eine Kombination: Die Lautsprecher stehen dann mit Spikes auf einer Granitplatte, die wiederum mit Absorberfüßen vom Boden abgekoppelt ist. Ob man das braucht und wie viel das bringt, ist aber sehr individuell. Es ist nicht gesagt, dass man zwingend seine Standbox entsprechend aufstellen muss.

Regalboxen bzw. Kompaktlautsprecher sollte man übrigens generell nicht auf den Boden stellen. Sie gehören auf Ständer (siehe weiter oben).

Schon Vorhänge können im Fall der Fälle den Raumklang verbessern. (Foto: Bowers & Wilkins) Bowers & Wilkins 803 Lautsprecher

Raumakustik

Wie schon an mehreren Stellen erwähnt: Oftmals wird unterschätzt, welche entscheidende Rolle der Raum selbst spielt, in dem man seine Musik genießen und seine Filme schauen möchte.

Ein großes Problem ist Hall. Der entsteht, wenn man viele glatte, harte Flächen im Raum hat – nackte Wände oder gar Fenster. Man muss sein Wohnzimmer nun aber nicht in ein Tonstudio verwandeln. Ganz im Gegenteil: Das kann sogar schon wieder zu viel des Guten sein. Aber gezielt eingesetzte Vorhänge können ebenso Wunder wirken wie Bücherregale. Auch Polstermöbel helfen, in diesem Fall vor allem bei den Bässen. Letztlich geht es darum Schall zu schlucken und in unterschiedliche Richtungen zu streuen. Dadurch wird der Klang weicher und alles in allem angenehmer. 

Wenn das alles nichts hilft, kann man auch mit entsprechenden speziellen Schall-Absorbern arbeiten. Sie gibt es in diversen Bauformen für unterschiedliche Frequenzen und teilweise auch in einer Wohnzimmer-kompatiblen Optik. Faustregel hier ist nebenbei bemerkt: Man positioniert die Schall-Absorber dort, wo man die Lautsprecher vom Sitzplatz aus in einem Spiegel sehen könnte. Es geht eben um unerwünschte Reflektionen. Dabei nicht nur an die Wände denken, sondern auch an die Decke und den Fußboden!

Dabei auch daran denken, dass die Lautsprecher bereits richtig aufgestellt sind. Direkt an der Wand, in der Schrankwand oder in die Zimmer-Ecke gequetscht können die besten Boxen enttäuschen.

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