Zeigt verschiedenen Bauformen in einem Bild: Lenovos X1 Familie. (Foto: Lenovo) Lenovos X1 Familie

Geräteklassen mobiler Begleiter: Was ist was?

Wenn’s um Computer für unterwegs geht, wird die Auswahl größer und größer. Die Hersteller lassen sich dabei immer neue Varianten einfallen, experimentieren mit der Ausstattung, den Features und dem Design. Aber was ist eigentlich was?

Beispiel für ein klassisches Notebook: HP EliteBook. (Foto: HP) HP EliteBook

Laptop und Notebook

Inzwischen werden die Begriffe Laptop und Notebook als Synonyme verwendet. Laptop aber ist der ältere der beiden und die Neuschöpfung Notebook stand zunächst für noch kompaktere und leichtere Geräte – eben vergleichbar mit einem DIN-A4-Notizblock. Wobei auch diese Rechner nach heutigen Maßstäben klobig und schwer wären. Aber wir reden hier über die 80er und frühen 90er.

Laptop und Notebook sind dabei einerseits die Oberbegriffe für die gesamte Klasse tragbarer Computer. Heute meint man damit aber meist die voll ausgestatteten Geräte, die nicht auf maximale Portabilität getrimmt sind. Dazu kommen wir im nächsten Beispiel.

Unsere meistgekauften Notebooks

Beispiel für ein Ultrabook (auch wenn es offiziell so nicht genannt wird): Apple MacBook. (Foto: Apple) Apple MacBook

Ultrabook

Man kann Apples MacBook Air von 2008 wohl als Urahn dieser Rechnerklasse ansehen: dünn und leicht und dabei zugleich minimalistisch bei den Anschlüssen und anderen Features. Die ersten Generationen des Air waren noch schwachbrüstig und teuer. Mit der Zeit wurden sie immer besser und letztlich sehr beliebt. Intel rief den Namen „Ultrabook“ für diese besonders portablen Notebooks aus und viele Hersteller nahmen solche Geräte ins Angebot. 

Sollte sich Apples neues 12 Zoll MacBook erneut als Trendsetter herausstellen, werden diese Geräte in den nächsten Generationen weiter extremer: noch dünner und leichter, noch minimalistischer in der Ausstattung und letztlich einem Tablet immer ähnlicher. Das hat bisweilen Nachteile für manche Nutzer: So lassen sich diese Geräte nicht mehr so leicht aufrüsten. Dafür aber bekommt man ein ungeschlagen leichtes und kompaktes Gerät mit erstaunlich guter Leistung.

Unsere meistgekauften Ultrabooks

Beispiel für ein Convertible: Acer Aspire Switch 12 S. (Foto: Acer) Acer Aspire Switch 12 S

Convertible, 2-in-1

Sehr viel Schwung ist derzeit bei den „Convertibles“ festzustellen: Das sind Laptops, die sich auch als Tablets nutzen lassen. Sie haben einen Touchscreen und das Display lässt sich abnehmen oder komplett umklappen. Oder aber sie werden als Tablets angeboten, die man mit passendem Zubehör auch als Laptop nutzen kann.

Microsoft sieht hier viel Potenzial. Zum einen wurde Windows so weiterentwickelt, dass es sowohl für den klassischen Desktop funktioniert als auch für moderne portable Geräte wie Notebooks und Tablets. Zum anderen zeigt das Unternehmen mit der Surface-Reihe, wie sie sich den idealen Vertreter dieser Kategorie vorstellen.

Ganz neu ist die Idee natürlich nicht. Ähnliche Versuche haben wir in den letzten 10 bis 15 Jahren schon etliche gesehen. Allerdings ist die Technik endlich so weit, dass solche Rechner tatsächlich ein sinnvolles Angebot sein können, sofern man nicht Notebook und Tablet als Einzelgeräte haben möchte.

Unsere meistgekauften Convertibles

Beispiel für ein Tablet: HP Pro Slate. (Foto: HP) HP Pro Slate

Tablet

Ein Tablet ist letztlich ein Computer in Form eines Displays, das man bequem in der Hand halten kann und per Fingertipp bedient. Heute denken da vielleicht viele an Apples iPad. Die Vision ist aber schon viele Jahrzehnte älter und es gab auch in den letzten zehn bis zwanzig Jahren bereits etliche Anläufe.

Inzwischen sind mobile Chips leistungsfähig genug, damit ein solches Gerät auch komplexere Aufgaben problemlos erledigen kann – sofern denn Betriebssystem und Anwendungen das zulassen. 

Hier liegt derzeit für alle Geräte dieser Art die größte Herausforderung, egal ob sie nun auf Windows, Android oder iOS setzen: Erst nach und nach kommen Apps auf den Markt, die sowohl für Tablets optimiert sind als auch professionelle Nutzer ansprechen.

Unsere meistgekauften Tablets

Beispiel für ein Notebook mit Chrome OS: Acer Chromebook 11. (Foto: Acer) Acer Chromebook 11

Und dann sind da noch...

Netbook

Klein, leicht und verblüffend billig: Das waren die Eckdaten der Netbook-Welle, die vor allem 2007/2008 ihren Höhepunkt hatte. Inzwischen ist diese Geräteklasse etwas in Vergessenheit geraten. Moderne Ultrabooks sind ähnlich portabel aber besser ausgestattet. Und wem es mehr um die Leistung geht, bekommt heute für wenig Geld wesentlich mehr als noch vor acht Jahren.

Chromebook

Diese Geräte sind zumindest hierzulande Exoten. In den USA sind sie beispielsweise im Bildungsbereich durchaus erfolgreich. Ihr besonderes Kennzeichen: Sie nutzen Googles Chrome OS und dieses Betriebssystem besteht sozusagen allein aus dem Browser. Das macht die Geräte einerseits sehr pflegeleicht. Andererseits muss man aber mit einigen funktionellen Einschränkungen leben. Denn zwar können Web-Applikationen heute schon eine ganze Menge. Aber ob das für die eigenen Ansprüche und Anwendungen ausreicht, muss man sich vor einem Kauf sehr genau anschauen.

Smartphone

Ja, auch ein Smartphone ist ein Computer und es ist erstaunlich, was diese Geräte heutzutage leisten können. Dabei sind sie kompakt genug, dass sie (meistens) in die Hosentasche passen. Sie haben eine Internetverbindung standardmäßig eingebaut. Sie haben teils hochwertige Kameras integriert. Ähnlich wie bei den Tablets liegt es hier an den Herstellern, das Potenzial voll auszuschöpfen.

Microsoft geht hier voran mit dem Windows-10-Feature „Continuum“. Die Idee: Externen Monitor, Maus und Tastatur ans Smartphone anschließen und schon hat man einen ultraportablen Windows-PC. Natürlich hat das Ganze noch so seine Haken und Ösen in der Praxis. Man kann auch darüber diskutieren, ob das tatsächlich die Zukunft des mobilen Computing ist. Aber spannend ist es allemal. Neu ist es aber natürlich nicht (wie eigentlich immer). Man denke hier nur an die Pläne mit dem „Ubuntu Edge“-Smartphone. Aber es kommt eben auch darauf an, dass man als Hersteller die richtige Idee zur richtigen Zeit hat. 

Smartwatches

Okay, ich weiß: Das klingt jetzt vielleicht ein wenig zu verrückt für manchen. Aber Smartwatches sind am Ende nichts anderes als extrem miniaturisierte Computer, die wir am Handgelenk tragen können. Ich weiß logischerweise, dass deren Performance heute weit davon entfernt ist, einen PC ersetzen zu können. Aber zum einen braucht man nicht immer die Leistung eines PC. Und zum anderen werden auch Smartwatches über die nächsten Jahre immer leistungsfähiger werden. Nicht zuletzt kommen immer mehr Daten, Inhalte und letztlich Rechenkapazität direkt aus dem Netz. Die Schwerstarbeit leisten dann künftig die Server und unsere Mobilgeräte sind im Grunde nichts weiter als Terminals, mit denen wir darauf zugreifen.

Ob es wirklich soweit kommt? Wir werden es erleben. Heute ist es natürlich noch keine Alternative.

Übrigens: Es gibt ein eigenes Special rund um Smartwatches auf euronics.de!