Wenn es schon so viel Auswahl gibt, warum nicht dann ein Notebook im freundlichen „Cobaltblau“? Im Bild: HP Stream. (Foto: HP) HP Stream Cobalt Blue

Qual der Wahl: Welches Notebook für wen?

Um das gleich klar zu stellen: Es gibt nicht das eine beste Notebook. Der Markt ist deshalb so vielfältig, weil die Kunden so unterschiedliche Bedürfnisse haben. Entsprechend muss man sich vor dem Kauf erst einmal darüber klar werden, was man tatsächlich braucht. Wofür nutzt man den neuen Rechner? Ist man vor allem unterwegs oder hauptsächlich am Schreibtisch? Und einiges mehr.

Selbst extreme Grafikperformance gibt es inzwischen zum Mitnehmen, wie hier das Asus GX700 Gaming-Notebook. (Foto: Asus) Asus GX700 Gaming-Notebook

You’ve got the power! Wenn’s um Performance geht.

Es gibt etliche Notebooks, die vor allem mit Performance punkten. Sicherlich kann man einen großen Tower-PC heute noch immer besser ausstatten und selbst diese Über-Laptops hätten dagegen keine Chance. Aber es stellt sich dann schon die Frage, wozu man diese Leistung tatsächlich braucht.

Wer eine Workstation will, die man auch mal gelegentlich mitnehmen oder zur Seite räumen kann, wird sich vor allem auf die Performance der Hardware konzentrieren. Maße, Gewicht oder Akkulaufzeit spielen eine untergeordnete Rolle.

Am Arbeitsplatz kann man dann einen externen Monitor anschließen oder auch mehrere. Tastatur und Maus sowieso. Und schon hat man einen leistungsfähigen Arbeitsplatz, den man im Fall der Fälle mitnehmen kann. Bei Testberichten sollte man noch darauf achten, ob die Lüfter besonders laut sind, denn das kann auf Dauer schon an den Nerven zehren.

In diese Kategorie fallen zugleich die Gamer-Laptops. Sie sind entsprechend auf maximale Grafikleistung optimiert. Und wie ihre Desktop-Verwandten gibt es auch die in einem teils sehr ausdrucksstarken Design (mal diplomatisch gesagt).

Beispiel für die Wandlungsfähigkeit eines Convertibles: Lenovos X1 Tablet. (Foto: Lenovo) Lenovo X1 Tablet

Das Beste beider Welten. Wenn’s vielseitig sein soll.

Gerade im Geschäftsumfeld könnten die Convertibles spannend werden. Sie verbinden auf verschiedene Weise Notebook und Tablet miteinander. In der Windows-Welt gibt es hier bereits sehr viel Auswahl und zudem hat man in dem Moment den Vorteil, dass das Gerät auch im Tablet-Modus dieselbe Software nutzen kann. Da muss man nur damit leben, dass die Applikationen oftmals auf die Bedienung mit Maus und Tastatur ausgelegt sind. Das muss aber im Alltag kein großes Problem sein: Normalerweise nutzt man das Convertible vielleicht als Notebook. Fürs Meeting reduziert man es aufs Tablet und macht seine Notizen per Stift direkt auf dem Bildschirm. Auch beim Kundengespräch unterwegs macht sich die Combo gut und eine Präsentation ist schnell vorgeführt. 

Und auch für den Privatgebrauch kann man sich eine ähnliche Nutzung durchaus vorstellen. Hier haben die Convertibles allerdings den Nachteil, dass sie in der Regel ein gutes Stück größer und schwerer sind als das durchschnittliche Tablet. Ob man darauf dann beispielsweise ein Buch lesen möchte, ist sicherlich eine sehr individuelle Entscheidung. Filme und Spiele profitieren natürlich vom großen Bildschirm.

Beispiel für ein leistungsstarkes Gerät, das zugleich dünn und leicht ist: Samsung Notebook 9. (Foto: Samsung) Samsung Notebook 9

Ständige Begleitung. Wenn’s möglichst leicht und kompakt sein muss.

Extrem leichte und kompakte Notebooks sind logischerweise die perfekten Begleiter für Menschen, die viel unterwegs sind. Oftmals haben diese Geräte besonders lange Akkulaufzeiten, so dass man sich nicht dauernd nach einer Steckdose umschauen muss. Ob man damit nun an der Uni in der Vorlesung sitzt oder als Digitalarbeiter im Lieblingscafé spielt kaum eine Rolle. Sie sind die Extremform des modernen Laptops und in der aktuellen Generation bisweilen erstaunlich leistungsfähig.

Dabei sollte man nicht allein auf die Performance der CPU schielen. Die ist nur ein Element und nur wenige Aufgaben nutzen ihre Rechenkraft tatsächlich aus. Wer nicht gerade beruflich Fotos bearbeitet oder Filme schneidet, ist mit einem Ultrabook bestens bedient. Ideal sind solche Modelle, die auf Flash-Speicher statt Festplatte setzen: Zwar ist das noch immer ein gutes Stück teurer (oder man bekommt weniger Platz fürs gleiche Geld), aber der Geschwindigkeits-Unterschied ist im Alltag enorm. Wer schreibt, liest, im Internet recherchiert, Präsentationen erstellt etc. wird davon sehr viel mehr merken als von einem schnelleren Prozessor.

Diese Geräte haben zudem oftmals sehr leise Lüfter oder können gar ganz darauf verzichten. Himmlische Ruhe!

Beispiel für ein Tablet, das mehr als ein Gerät zum Konsum sein will: Apples iPad Pro. (Foto: Apple) Apple iPad Pro

Auf dem goldenen Tablett serviert. Wenn’s um Bequemlichkeit geht.

Eignen sich Tablets zum produktiven Arbeiten oder allein zum passiven Konsum? Die Frage beschäftigt die Experten der Techszene weiterhin. Meine Meinung dazu: Das kommt ganz darauf an.

In Sachen Performance legen Tablets weiter zu. Wer viel schreibt, kann in der Regel problemlos eine externe Tastatur nutzen oder ein Keyboard-Cover kaufen. Läuft das Tablet mit Windows, hat man gar einen vollwertigen PC in der Hand.

Eine Schwachstelle sind derzeit noch immer die Applikationen. Bei Windows ist die Software oftmals auf die Bedienung per Maus und Tastatur ausgelegt und funktioniert entsprechend auf einem Tablet nur eingeschränkt gut. Bei Android sind viele Apps mit Blick auf Smartphones entworfen, was sich im Design und Funktionsumfang widerspiegelt. Und bei Apples iOS gibt es iPad-Apps für Profis nur für einige Berufsgruppen und Themenfelder.

Insofern: Wer für die eigenen Anwendungsgebiete die passende Software und Hardware findet, kann mit einem Tablet bestens bedient sein. Nicht jeder braucht Desktop-Programme oder eine fest verbaute Tastatur zum Arbeiten. Und für die Freizeit sieht es sowieso noch einmal ganz anders aus.

Tablets sind bequemer, oftmals einfacher zu bedienen und rundherum handlicher. Gerade als Zweitgerät bieten sie sich an. Aber mit steigender Performance und einem wachsenden Angebot an Apps können sich manche sogar als Hauptgerät eignen.