Sicherheit ist ein Aspekt des Smart Home. Hier die vernetzte Überwachungskamera Piper. (Foto: Piper) Piper Überwachungskamera

Was kann ein Smart Home für mich leisten?

So mancher hält Smart Homes für eine teure Spielerei, die nur etwas für Leute ist, die auch sonst zu viel Geld für Technik ausgeben. In Wirklichkeit gehört es zu jenen Stücken Technik, auf die man nicht wieder verzichten möchte, wenn man sich einmal an sie gewöhnt hat. Unsere Eltern- oder Großeltern-Generation hätte es schließlich auch für Luxus gehalten, sich eine Waschmaschine anzuschaffen oder einen Geschirrspüler.

Konkret: Die Vorteile

Aber genug der Vorrede. Das Smart Home kann im Wesentlichen leisten:

1. Mehr Komfort
2. Mehr Sicherheit
3. Weniger Energieverbrauch

Ein Smart Home schafft das vor allem durch zwei Dinge: Fernbedienung und Automatisierung. Das bedeutet für den Alltag beispielsweise, dass sich Dinge im Haushalt auch dann steuern lassen, wenn man nicht zu Hause ist. Zudem kann man je nach Bedarf und Tageszeit Geräte gesammelt ein-, um- oder ausschalten. Darüber hinaus kann das Smart Home lernen oder von allein wissen, welche Bedürfnisse die Bewohner gerade haben. Aber das klingt jetzt vielleicht alles zu abstrakt und theoretisch. Viel deutlicher wird das durch einen Blick in die Praxis.

Komfortgewinn ist ein weiteres Argument fürs Smart Home. In diesem Beispiel lassen sich Lampen dank Philips Hue in Gruppen steuern – auch per Sprachbefehl. (Foto: Philips) Philips Hue

Smart Home in der Praxis

Wenn wir aufstehen, zur Arbeit gehen, nach Hause kommen, den Feierabend genießen oder ins Bett gehen, tätigen wir zahlreiche Handgriffe, um unser Zuhause passend zu „konfigurieren“. Wir schalten am Morgen Lichter ein und drehen die Heizung hoch, wir schalten alles aus und schließen ab, wenn wir das Haus verlassen oder wir dimmen das Licht für den Heimkinoabend. 

Alles das lässt sich bei einem Smart Home fernbedienen oder sogar automatisieren. So muss man sich keine Gedanken mehr darüber machen, ob die Tür abgeschlossen und die Fenster zu sind, wenn man auf dem Weg zur Arbeit ist: Zum einen kann man direkt in einer App nachsehen, wie der Stand der Dinge ist. Je nach System kann man sich sogar darauf verlassen, dass solche Handgriffe von allein passieren.

Ein Smart Home kann sich außerdem darauf vorbereiten, dass die Bewohner bald nach Hause kommen. Es kann anhand der Wettervorhersage und der derzeitigen Temperatur erkennen, ob es die Heizung einschalten muss oder vielleicht den Sonnenschutz aktivieren sollte. Wechseln die Bewohner vom Abendbrotstisch in der Küche ins Wohnzimmer, lassen sich Lichter und Geräte mit einem Knopfdruck umschalten.

Auf diese Weise kann man letztlich Energiekosten für Strom und Heizung sparen. Nur Geräte wie der Kühlschrank bleiben dann dauerhaft eingeschaltet, alles andere lässt sich bei Bedarf oder automatisiert ein- oder ausschalten.

Interessant für viele Nutzer sind darüber hinaus einfache Sicherheits- und Überwachungssysteme. Hier gibt es inzwischen zahlreiche Kameras, die man ins heimische Netzwerk integrieren kann, und die ein elektronisches Auge auf das Zuhause werfen. Dank Bewegungsmelder erkennen sie, sobald jemand in der Wohnung oder im Haus auftaucht. Man kann sie zudem dafür nutzen, von unterwegs einen Blick auf die Kinder oder ein Haustier zu werfen.

Alles in allem ist das Smart Home eine „schleichende Revolution“: Die einzelnen Features und Funktionen mögen deshalb manchem banal erscheinen. In Summe aber verändert es, wie wir in unserem Hause leben.

Diesen Zugewinn an Komfort und Sicherheit weiß man schnell zu schätzen.

Zielgruppen

Ein Smart Home kann dabei sowohl das Eigenheim als auch eine Mietwohnung sein. Wer sein eigenes Häuschen plant, kann die intelligente Vernetzung natürlich gleich mit einbeziehen und auf kabelgebundene Lösungen setzen. Wer zur Miete lebt, wird eher drahtlose Systeme bevorzugen, die sich ohne großen Aufwand installieren und wieder mitnehmen lassen.

Zielgruppen von Smart-Home-Lösungen sind letztlich alle Menschen, die den Komfort- und Sicherheitsgewinn zu schätzen wissen. Dazu zählen auch ältere Personen, für die es eine große Erleichterung sein kann. Ein Smart Home kann ihnen helfen, länger in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben und unterstützt Bekannte, Freunde und Verwandte dabei, zur Seite zu stehen.

Kritik

Wie bei allen technischen Neuerungen, gibt es auch beim Smart Home Kritiker. Ihnen geht es beispielsweise um die generelle Sicherheit der vernetzten Geräte und der erfassten Daten. Aus meiner persönlichen Sicht ist es auf jeden Fall wichtig, auf diesen Punkt hinzuweisen. Zugleich sollte das aber nicht abschrecken, ein "schlaues Zuhause" einzurichten. Vielmehr geht es darum, diesen Punkt im Hinterkopf zu haben, sich um Updates zu kümmern und bei Herstellern bei Bedarf kritisch nachzufragen. Der Hinweis ist insofern nicht ganz uneigennützig, als dass ein EURONICS-Fachhändler hier kompetent beraten kann. Er behält im Blick, welche Angebote und Hersteller zuverlässig und empfehlenswert sind.

Fazit

Eine Wohnung oder ein Haus ohne smarte Funktionen wird uns schon bald sehr altertümlich und rückständig vorkommen. Und das hat seine Gründe: Ein intelligenteres Zuhause hat handfeste Vorteile im Alltag.

Und bei alldem reden wir nicht mehr über eine ferne Zukunft oder Techniken, die sich nur die Superreichen leisten können. Wie dieses Special an anderer Stelle zeigt, gibt es für nahezu jeden Bedarf und jeden Geldbeutel passende Angebote.