Powerbanks im Vergleich: Strom zum Mitnehmen

Smartphones können immer mehr und werden immer mehr genutzt – da macht der interne Akku schon einmal vorzeitig schlapp. Damit du nicht mehr ängstlich auf den Akkustand schauen musst, haben etliche Hersteller Powerbanks herausgebracht: externe Stromquellen zum Mitnehmen. Hier ein paar Tipps, um das richtige Modell zu finden.

Hama Power Pack "Fusion Power": Beispiel für eine Powerbank. (Foto: Hama) Hama Power Pack "Fusion Power"

Kriterien für den Kauf und die wichtigsten Begriffe erklärt

Wer nach der perfekten Powerbank sucht, wird mit einigen Kriterien, Begriffen und Funktionen konfrontiert. Hier die wichtigsten erklärt:

  • Kapazität, angegeben in mAh (Milliampere-Stunden). Anhand dieser Zahl kann man vereinfacht gesagt einschätzen, wie viel Strom der Akku maximal speichern kann. Wie viel Kapazität man braucht, hängt dabei beispielsweise auch vom betreffenden Gerät und dessen Akku ab. Apples iPhone beispielsweise haben traditionell kleinere Akkus, da iOS mit Strom sparsamer umgeht als Android. Große Smartphones wiederum bringen in der Regel auch größere Akkus mit als ihre kompakteren Schwestermodelle. Im Hinterkopf behalten sollte man noch, dass die angegebeben mAh technisch bedingt nicht zu 100% beim angeschlossenen Gerät ankommen.

  • Zahl und Ladestrom der Anschlüsse. Besonders kleine und leichte Powerbanks haben meistens nur einen USB-Anschluss zur Verfügung. Wer mehrere Geräte zugleich aufladen will, findet aber auch passende Modelle. Manche haben gar Stromanschlüsse für Laptops. Eine weitere wichtige Maßzahl ist die Angabe in Ampere (A) oder Milliampere (mA) über den gelieferten Ladestrom. Tablets brauchen hier beispielsweise oftmals mehr „Saft“, um überhaupt zu laden. Oder aber das Laden kann sehr lange dauern. Tipp: Auf dem mitgelieferten Ladegerät des Smartphones oder Tablets sollte sich eine Angabe dazu finden, wie viel es bereitstellt. Das kann ein Anhaltspunkt sein, was die Powerbank idealerweise leisten sollte.

  • Größe und Gewicht. Wie so oft, muss man auch bei externen Akkus einen Kompromiss eingehen, wenn es um die Portabilität geht. Wer viel Kapazität und mehrere Anschlüsse möchte, muss dafür in der Regel mit einer größeren und schwereren Powerbank leben. Wer hingegen nur eine kleine Zusatzportion Strom fürs Smartphone stets dabei haben kann, findet Modelle im Feuerzeugformat.

  • Weitere nützliche Features: Je nach Modell kann man sich auf Knopfdruck anzeigen lassen, wie der Ladezustand der Powerbank ist. Das ist sehr nützlich im Alltag. Daneben bietet so manches Modell eine eingebaute Lampe als zusätzliches Gimmick.

 

 

 

Und was ist mit Akku-Hüllen?

Für viele beliebte Smartphone-Modelle gibt es auch passende Hüllen mit eingebautem Zusatzakku. Die sind praktisch, weil man nicht mit Kabeln herumhantieren muss. Zudem hat man nicht noch ein weiteres Gerät zu verstauen. Je nach Design wird das Smartphone natürlich ein wenig dicker und schwerer. Angesichts des „Schlankheitswahns“ vieler Hersteller macht sich das aber kaum bemerkbar. Die Geräte sind weiterhin ganz prima nutzbar.

Größter Nachteil der Hüllen ist ihre zwangsläufig einseitige Nutzbarkeit. So kann man in der Regel keine anderen Geräte damit aufladen. Zudem wird die Hülle aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr ans nächste Smartphone passen.

Davon abgesehen gelten aber ähnliche Kriterien, wie sie oben für die Powerbanks genannt wurden. Die Kapazität ist hier ein wesentliches Merkmal.

Hier findest du die besten Powerbanks, mobilen Ladegeräte und mehr:

Der Griff zum Ladekabel unterwegs wird bei modernen Smartphones (meist) seltener. (Foto: Samsung) Samsung Galaxy S6 Edge

Generelle Tipps: So schonst du deinen Smartphone-Akku

Abgesehen von einem Zusatzakku helfen auch einige Handgriffe und Einstellungen, um die Akkulaufzeit zu verbessern. Die Experten von „The Wirecutter“ haben ihre wichtigsten Erkenntnisse in einem Artikel zusammengefasst. Einige der wichtigsten Tipps:

  • Das Display ist der größte Stromfresser. Hier kann man beispielsweise die Helligkeit herunterregeln, um Energie zu sparen. Auch die automatische Helligkeits-Anpassung kann Strom sparen. Außerdem ist es eine gute Idee, das Smartphone immer sofort in den „Schlafmodus“ zu schicken, wenn man es nicht mehr benötigt. Parallel kann man die Zeit, nach der das Display automatisch abgeschaltet wird, aufs Minimum verkürzen.

  • Muss wirklich jede E-Mail sofort abgerufen werden? Das ist zwar technisch bei vielen Accounts möglich, aber nicht immer notwendig – und kostet viel Energie. Stattdessen kann man das Smartphone die E-Mails in bestimmten Intervallen abrufen lassen oder ganz auf manuell umstellen.

  • Musik sollte man idealerweise aufs Gerät herunterladen, anstatt sie zu streamen. Das ist zwar unbequemer, aber die offene Datenverbindung fürs Streamen kostet jede Menge Strom.

  • Aktuelle Versionen von Apples iOS und Googles Android haben außerdem einen eingebauten Stromsparmodus. Aktiviert man den (oder lässt ihn automatisch anspringen, wenn der Akku eine bestimmte Prozentzahl unterschreitet), passieren diverse Optimierungen zugleich. Unter anderem werden viele Hintergrundaktivitäten eingeschränkt. Eine (nicht immer praktische) Alternative ist es, das Smartphone in den Flugmodus zu versetzen. Das ist vor allem sehr sinnvoll bei generell schlechtem Empfang, beispielsweise wenn man während einer Zugfahrt nicht zwingend erreichbar sein muss.

Sowohl bei iPhones als auch Android-Smartphones kann man zudem nachsehen, welche Apps eigentlich am meisten Strom verbrauchen. Eventuell findet man hier auch einen Störenfried, der unerkannt am Akku saugt.

Ortungsdienste ganz abzuschalten, bringt übrigens in der Regel kaum einen Gewinn, kostet aber generellen Komfort. Sinnvoller ist es stattdessen, einmal nachzusehen, welche Apps überhaupt die Position abfragen – und welche davon gar nicht benötigt werden.

Wenig hilfreich ist es auch, Bluetooth abzuschalten, da das auf minimalen Stromverbrauch optimiert ist. Der oben genannte Flugmodus oder das Abschalten von Wi-Fi lohnen sich nur bei schlechtem Empfang.

Die Beiträge in diesem Special auf einen Blick

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