Tablets: Was können sie?

Die wichtigste Frage vor dem Tabletkauf: Was will man mit dem neuen Gerät vor allem machen? Was kann man mit einem Tablet machen? Denn danach entscheidet sich sehr wesentlich, was zu einem passt. Hier einmal einige beispielhafte Anwendungen und worauf man beim Kauf achten sollte.

Ob nun Websites, Mails oder E-Books: Tablets eignen sich sehr gut zum digitalen Lesen. (Foto: © georgejmclittle – Fotolia.com) Lesen auf dem Tablet

Internet, E-Mail, Lesen

Für viele ist das Tablet eine bequeme Form des digitalen Lesens. Dabei geht es um E-Books, aber eben auch Websites, E-Mails oder Social Networks wie Facebook. 

Diese Aufgaben brauchen alle nicht besonders viel Performance. Hier können also schon Einsteigergerät ausreichend sein. 

Leider haben die aber nicht immer die besten Displays und die sind fürs Lesevergnügen natürlich sehr entscheidend. Hier lohnt sich beispielsweise ein Blick auf die Pixeldichte, die in Pixel per Inch (ppi) angegeben wird. Daraus erkennt man am ehesten, wie gut die Kombination aus Displaygröße und Auflösung zusammenpasst. Vorteil hochauflösender Bildschirme: Alles ist deutlich schärfer.

Beispiel: Das iPad Air 2 hat ein Display mit 9,7 Zoll Diagonale und 2.048 x 1.536 Pixeln. Daraus ergeben sich sehr gute 264 ppi. Das iPad mini 4 hat die gleiche Auflösung bei kleinerem Display und kommt deshalb auf 326 ppi. Allerdings muss man hier gleich erwähnen: Diesen Unterschied wird kaum jemand wahrnehmen können. Ab einem bestimmten Punkt ist die Pixeldichte ausreichend und jede Steigerung in der Praxis nicht mehr sonderlich relevant. 

Ein andere Faktor beim Display sind die Spiegelungen. Hier muss man es einmal auf einen eigenen Versuch ankommen lassen oder sich über Testberichte schlau machen. Ich habe in meiner eigenen Nutzung festgestellt, dass das Problem für mich keine große Rolle spielt. Das mag aber für andere anders sein. Weiterer ähnlicher Faktor: Wie hell kann der Bildschirm maximal sein? Das ist beispielsweise wichtig, wenn man das Tablet auch draußen verwenden möchte.

Generell ist ein Display mit einem Seitenverhältnis von 4:3 für Lesen und Internet angenehmer als ein Breitformat, weil man sowohl hochkant als auch quer gehalten mehr Platz hat. Das iPad hat beispielsweise dieses Seitenverhältnis, das man ansonsten von alten Fernsehern kennt. Inzwischen sind viele Hersteller ebenfalls dazu übergegangen. Alternativ findet man 16:9 oder das etwas weniger extreme 16:10. 

Tablets können mobile Unterhaltungsmaschinen sein – natürlich auch für Filme, Serien und andere Videos. (Foto: © Andrey Burmakin – Fotolia.com) Filme schauen auf einem Tablet

Video

Wer sein Tablet als tragbaren Bildschirm für Videos nutzen will, wird das Breitformat 16:9 wahrscheinlich bevorzugen. Auf diese Weise hat man keine schwarzen Balken an den Rändern.

Wie wichtig eine hohe Auflösung ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn das Video als Full-HD vorliegt, lohnt sich das Mehr an Pixeln kaum – sofern das Display dadurch nicht grundsätzlich besser ist (schärfer, bessere Farben, mehr Kontrast).

Der Sound wird eine Rolle spielen, sofern man nicht immer Kopfhörer nutzt. Wie gut die eingebauten Lautsprecher sind, kann man aber nur im Selbstversuch herausfinden oder in entsprechenden Testberichten nachlesen. 

Sicherlich wird der Akku eine wichtige Rolle spielen. Der wird beim Abspielen von Videos oft stark gefordert, zugleich sind die mitgelieferten USB-Kabel zum Laden oftmals arg kurz. Und wer will schon immer neben der Steckdose sitzen?

Wer seine Videos abspeichert, wird logischerweise auf den Speicherplatz achten. Hier sind Tablets generell recht knauserig ausgestattet. Wer seine Videos vor allem streamt, wird ein schnelles WLAN haben wollen – hier sollten aber alle aktuellen Modelle ausreichend ausgestattet sein. Letztlich ist dann eher der eigene Internetzugang oder der Router der Bremsklotz.

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Moderne Tablets haben genug Performance auch für grafisch anspruchsvollere Spiele. (Foto: Apple) Apple iPad Pro

Spiele / Gaming

Kleinere Spiele brauchen nicht besonders viel Performance. Aber der Leistungshunger steigt schnell. Da machen sich dann der eingebaute Prozessor und dessen Grafikeinheit bemerkbar. Ebenfalls ist der vorhandene RAM ein Faktor. 

Nicht zuletzt werden Spiele-Fans ähnlich wie die Video-Enthusiasten auf einen guten Akku achten. Und viel Speicherplatz wird ebenfalls bald benötigt, sofern man nicht laufend alte Spiele löschen will.

Für Fans gibt es inzwischen auch spezielle Gaming-Tablets wie beispielsweise Nvidias Shield Tablet K1.

Vor allem die „Pro“-Tablets wie Micrsofts Surface Pro 4 eignen sich auch als Notebook-Ersatz. (Foto: Microsoft) Micrsoft Surface Pro 4

Notebook-Ersatz

Wenn das Tablet als Zweit-Notebook oder gar als Ersatz herhalten soll, wird man sich mit den günstigen Einsteigermodellen wohl meistens nicht lange aufhalten. Viele Nutzer werden hier auf die wachsende Kategorie der „Pro-Tablets“ schielen. Das sind Tablet-Convertibles, die dank entsprechender Rechenpower und mit dem passenden Zubehör auch für den produktiven Einsatz taugen.

Entsprechend ist die Performance wichtig, damit das Arbeiten nicht zum Geduldsspiel wird. Vor allem beim RAM sind Tablets bisweilen spartanisch ausgestattet. Das führt dann dazu, dass nur einige wenige Apps und Browsertabs zugleich im Speicher bleiben können. Werden sie später wieder aufgerufen, müssen sie erst neu geladen werden – was entsprechend dauert.

Ein großes Display werden viele Nutzer bevorzugen. Wie wichtig ein leistungsfähiger Akku ist, hängt logischerweise davon ab, wie weit man normalerweise von einer Steckdose entfernt ist. 

In einem eigenen Artikel stelle ich die wachsende Kategorie der „Pro-Tablets“ vor. In meinem Special zu Convertibles findet ihr außerdem einen Beitrag speziell zu Microsofts Surface Pro 4 und Surface Book.

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