Was ist USB Typ C?

Apples MacBook mit Retina Display und Googles Chromebook Pixel waren 2015 die ersten damit, nun kommen immer mehr damit heraus: USB Typ C. Aber was ist das eigentlich? Die Technik dahinter bringt nicht nur einen neuen Stecker, sondern zugleich eine Menge neuer Anwendungen.

Beispiel dafür, wie der neue Stecker aussieht. USB Typ C ist vergleichbar mit Micro-USB Typ B, den man von vielen Smartphones und Tablets kennt. (Foto: TechStage, flickr.com. Lizenz: CC BY-ND 2.0) USB Typ C Kabel

Was genau meint „Typ C“?

Der Universal Serial Bus alias USB hat bereits eine vergleichsweise lange Geschichte hinter sich. Zum einen wurde der Standard selbst über die Jahre weiterentwickelt. Von USB 1.0 angefangen sind wir aktuell bei USB 3.1. Im Verlaufe dessen hat sich beispielsweise die Übertragungsgeschwindigkeit enorm erhöht. USB 1.0 bot magere 12 Mb/s, USB 3.1 nun bis zu 10 Gb/s. Konnte man USB anfangs vor allem für Tastaturen, Mäuse und ähnliche Geräte nutzen, lassen sich darüber inzwischen auch problemlos Geräte mit mehr Datenhunger betreiben: externe Festplatten zum Beispiel.

Darüber hinaus wurde am Kabel selbst und seinen Steckern gearbeitet. Die Bezeichnung „USB Typ C“ oder auch kurz „USB C“ meint genau das: einen neuen Stecker. Er ist sehr kompakt – in etwa so groß wie Micro-USB Typ B, den man heute von vielen Smartphones und Tablets kennt. Außerdem ist es endlich egal, wie herum man ihn in das Gerät steckt.

Was kann ich damit machen?

USB Typ C und USB 3.1 im Verbund bringen nicht nur einen praktischeren Stecker. Sie ermöglichen auch neue Anwendungen. Ein Beispiel sehen wir bei Apples MacBook: Hier dient USB C als einzige Schnittstelle und zugleich als Stromversorgung

Einzige Schnittstelle meint dabei auch: Es lassen sich darüber nicht nur Geräte wie Tastaturen und Mäuse oder Festplatten, Drucker und Scanner anschließen, sondern beispielsweise auch externe Monitore. Bis zu zwei 4K-Displays zur gleichen Zeit sind theoretisch möglich. Und da der Anschluss noch mehr Strom als bisher bereitstellen kann, kommen mehr Geräte als bisher ohne extra Netzkabel aus: bis zu 100 W kann er liefern. So hat Asus zum Beispiel einen externen Monitor für den mobilen Einsatz vorgestellt. Ein einziges Kabel versorgt ihn mit dem Strom und mit den Bildinformationen – praktisch!

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Beispiel für eine Anwendung: Asus' mobiles 15,6-Zoll-Display MB169C+. (Foto: Asus) Asus MB169C+ USB Typ C Display

Geht das alles automatisch mit USB Typ C?

Der größte Nachteil von USB Typ C ist zum jetzigen Stand, dass nicht jeder Hersteller genau erklärt, was der Anschluss in seinem Fall kann. Denn nicht alle der hier genannten Features stehen zwingend zur Verfügung. Letztlich ist „Typ C“ nur die Bauform des Anschlusses und keine Garantie des Funktionsumfangs. 

USB 3.1 und USB Typ C können deshalb zwar in der Theorie eine ganze Menge, aber die Hersteller von Laptops, Tablets und Smartphones entscheiden selbst, was sie davon umsetzen. Insofern muss man als Kunde genau hinschauen, um nicht enttäuscht zu sein. Theoretisch muss sich hinter „USB-C“ nicht einmal USB 3.1 verbergen. Bei Googles Smartphone Nexus 5X bekommt man damit beispielsweise USB 2.0.

Intel hat Empfehlungen ausgesprochen, wie die Anschlüsse gekennzeichnet werden könnten. Auf diese Weise soll man als Kunde von außen erkennen, welche Features er bereitstellt. Allerdings ignorieren die Hersteller das bislang weitgehend. Da hilft es also nur, die Datenblätter und Testberichte genau zu studieren.

Fazit

In einer idealen Welt brauchen wir gar keine Kabel mehr. Bis das soweit ist, reduzieren wir zumindest die Zahl der verschiedenen Schnittstellen. Wie immer wird es hier natürlich eine lange Übergangsphase geben. Nicht jeder Hersteller ist so radikal, gleich alles andere über Bord zu werfen. Und wenn doch, kann es am Ende bei den Kunden hängen bleiben, sich mit Adaptern und Hubs zu versorgen. 

In Zukunft aber nur noch einen Stecker und ein Kabel für alles zu haben, ist dennoch eine tolle Aussicht!

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