Was können Ultrabooks?

Kurz gesagt ist ein Ultrabook ein ultraportables Notebook. Besonders dünn und leicht sollen sie sein und eine lange Akkulaufzeit haben. Aber was können sie eigentlich? Warum haben sie kein DVD-Laufwerk? Das und mehr in diesem Beitrag!

Dünn, leicht und trotzdem leistungsfähig: So kann man moderne ultraportable Notebooks wie das HP Envy 13 beschreiben. (Foto: HP) HP Envy 13

„Ultrabook“: Was heißt das eigentlich?

Den Begriff „Ultrabook“ hat Chiphersteller Intel erfunden und als Markenzeichen angemeldet. Hersteller dürfen ihre Notebooks nur dann so nennen, wenn sie den entsprechenden Voraussetzungen entsprechen, die Intel jeweils festlegt. Zu diesen Vorgaben gehören beispielsweise bestimmte Features wie Touchscreens, aber auch andere Eckdaten wie die maximale Dicke des Geräts, seine Akkulaufzeit oder wie schnell es aus dem Schlafmodus erwacht.

Vorbild war Apples MacBook Air. Intel hat das so zwar nie gesagt, aber jedem Beobachter war das klar. 2008 hatte der damalige Apple-CEO Steve Jobs das erste MacBook Air vorgestellt – in dem er es auf der Bühne aus einem handelsüblichen Briefumschlag holte. Es wurde damals als „dünnstes Notebook der Welt“ beworben. Anfangs war es ein teures Vergnügen und dabei nicht besonders leistungsfähig. Das änderte sich 2011, als Apple die Modellreihe erneuerte: Vor allem der Wechsel von Festplatten zu SSD-Speicher machte einen enormen Unterschied bei der Performance aus. Zudem wurden die MacBook Airs über die Zeit günstiger. Inzwischen sind sie Apples Einsteiger-Notebooks. Mit den Ultrabooks wollte Intel die anderen Computerhersteller anregen, es Apple gleich zu tun. Mit Erfolg: Die Kategorie wuchs schnell.

Letztlich waren und sind die Ultrabooks auch eine Reaktion auf andere mobile Geräte wie Smartphones und Tablets, die immer leistungsfähiger wurden.

Wie funktioniert ein Ultrabook?

Ein Ultrabook ist technisch gesehen ein Notebook, das auf geringes Gewicht, schlanke Abmaße und lange Akkulaufzeit optimiert ist. Ansonsten funktioniert es wie seine größeren Geschwister. So setzen sie beispielsweise auf dasselbe Windows als Betriebssystem. Apples MacBook Air und das neue MacBook mit Retina Display nutzen wiederum genau wie die MacBook Pros und alle andere Macs auch OS X.

Auch Apples High-End-Modelle, wie hier das MacBook Pro in 13 und 15 Zoll, haben kein optisches Laufwerk mehr. Sie werden bisweilen ebenfalls den „Ultraportablen“ zugerechnet. (Foto: Apple) Apple MacBook Pro 13 Zoll und 15 Zoll

Warum haben Ultrabooks kein DVD-Laufwerk?

Als 2008 das erste MacBook Air herauskam, war das fehlende optische Laufwerk eines der meistdiskutierten Themen. Man konnte also im Gerät selbst keine CD und keine DVD mehr abspielen und erst recht nicht selbst brennen. Im Grunde wiederholte Apple hier, was sie zehn Jahre zuvor mit dem Diskettenlaufwerk und dem ersten iMac getan hatten: alte Zöpfe abschneiden.

Der Grund: Optische Laufwerke nehmen sehr viel Platz ein. Und Platz ist ein extrem knappes Gut, um ein so flaches Notebook bauen zu können. Apple sah zugleich den Trend hin zum Internet und zum Streaming. Wir konsumieren Musik, Filme und andere Inhalte zunehmend auf diesem Weg und nicht mehr von rotierenden Scheiben.

Das Laufwerk wegzulassen brachte weitere Vorteile: Sie sind aufgrund der vielen beweglichen Teile recht empfindlich. Sie machen Geräusche. Und sie verbrauchen Energie

Aber nicht nur das DVD-Laufwerk geht bei Ultrabooks flöten: Auch so mancher liebgewonnene Anschluss wird ersatzlos gestrichen oder eine kleinere Variante ersetzt. In den flachen Profilen der Ultrabooks ist dafür einfach kein Platz mehr.

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Warum sind Ultrabooks teurer als beispielsweise Netbooks?

Ob ein Gerät teuer ist oder nicht, liegt immer im Auge des Betrachters. Bisweilen werden Ultrabooks mit Netbooks verglichen: Sie sind ebenfalls „ultraportabel“, aber zugleich sehr preisgünstig. Ultrabooks hingegen liegen im Preis meist höher, manchmal sogar oberhalb von vergleichbaren Notebooks. 

Ein Grund ist hier sicherlich der SSD-Festspeicher. Er hat gegenüber den klassischen Festplatten mit ihren rotierenden Scheiben diverse Vorteile:

  • Er ist in der Regel um ein Vielfaches schneller.

  • Er macht keinerlei Geräusche.

  • Er ist stromsparend.

  • Er ist vergleichsweise unempfindlich.

Sein größter Nachteil allerdings: Er ist noch immer deutlich teurer. Deshalb hat man es bei Ultrabooks auch oft mit weniger Festspeicher zu tun, als man von klassischen Notebooks gewöhnt ist. Oder aber man muss für die gewohnte Menge ordentlich draufzahlen. Das verändert sich nur langsam.

Ein weiterer Grund ist, dass Intel sehr bewusst strenge Vorgaben an die Geräte stellt. Sie sollen eben nicht nur besonders leicht und dünn sein, sondern zugleich performant und hochwertig. Dafür bekommt man als Kunde natürlich auch mehr. Ob sich das lohnt, hängt von den eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen ab. Günstigere Alternativen ohne Ultrabook-Label gibt es jedenfalls auch.

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