IFA 2016: So bereitet ihr euch perfekt auf die größte Technikmesse der Welt vor

Vom 2. bis 7. September findet in diesem Jahr die IFA in Berlin statt. Für alle, die einen Besuch auf der Messe planen, haben wir hier die wichtigsten Vorab-Infos und Tipps zur Funkausstellung 2016 zusammengestellt.

Wer sich für Technik im Home Electronics-Bereich interessiert, kommt an der Internationalen Funkausstellung nicht vorbei, die am 2. September 2016 zum 56. Mal ihre Pforten öffnet. Auf mehr als 150.000 Quadratmetern präsentieren über 1.500 Aussteller fünf Tage lang ihre neuesten Produkte und wichtigsten Trends. EURONICS findet ihr übrigens auch in diesem Jahr auf dem Messegelände wieder in der Halle 23.

Die diesjährigen Ticketpreise für die Funkausstellung

Ein Ticket für den Zutritt zur IFA kostet auch in diesem Jahr wieder 17 Euro. Vier Euro weniger müsst ihr im Vorverkauf noch bis 1. September berappen. Ebenfalls 13 Euro (und damit einen Euro mehr als im letzten Jahr) zahlen Studenten, Auszubildende und schwerbehinderte Personen. Für Schüler kostet die Karte 9 Euro, ein Gruppenticket für Schulklassen gibt es für 35 Euro. Auch die Tageskarte für eine Familie mit zwei Erwachsenen und maximal drei Kindern schlägt mit 35 Euro zu Buche. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Tipp für Sparfüchse: Täglich ab 14 Uhr beginnt auf der Funkausstellung die Happy Hour – dann kostet ein IFA-Ticket nur 13 statt 17 Euro.

Die Young IFA will das jugendliche Publikum begeistern

Wichtig zu wissen ist für Nutzer der Berliner Nahverkehrsmittel, dass das Ticket für die Messe keinen kostenfreien Zugang zu U- und S-Bahnen oder Bussen einschließt. Neu ist in diesem Jahr auch der Bereich der Young IFA. Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren sollen hierbei in Workshops Technik spielend kennenlernen. Auch für ganze Schulklassen hat sich die Messeführung etwas einfallen lassen: Das Projekt Schule@IFA bietet die Möglichkeit, gleich den gesamten Klassenunterricht auf das Messegelände zu verlegen. Hierfür können sich Lehrer kostenloses Material zur Unterrichtsunterstützung für Themen wie UHD, Virtuelle Realität, smarte Vernetzung und vieles mehr downloaden.

UHD bleibt auch auf der IFA 2016 ein zentrales Thema

Die IFA 2016 wird wohl eher nicht die Messe der ganz großen Neuerungen werden. Im Mittelpunkt stehen, wie schon im vergangenen Jahr, in erster Linie plane und konkave Ultra HD-Fernseher. Doch diesmal gibt es mehr Inhalte auf den ultrahochauflösenden Displays zu bewundern, denn natürlich wird auch die Ultra HD Blu-ray in diesem Jahr erstmals ihre Vorteile und Möglichkeiten augenscheinlich demonstrieren. Bei den UHD-TVs spielen vor allem weitere Bildverbesserungstechnologien wie High Dynamic Range und Dolby Vision erstmals eine zentrale Rolle. Im Trend stehen außerdem vor allem wieder größere Fernseher ab 65 Zoll – zu Verkaufspreisen, wie sie noch vor einem Jahr undenkbar schienen. Zudem machen OLED-Fernseher, nicht zuletzt dank erster Geräte von Loewe und Metz, wieder einen neuen Anlauf in den allerdings noch immer weit entfernten Massenmarkt.

 

Über die wichtigsten Produktinnovationen, die auf der IFA 2016 zu sehen sein werden – von leuchtstarken UHD-TVs über Virtual Reality und 360°-Fotografie bis hin zu Smart Home, informieren wir euch demnächst.

Philips: Kleine Ultra HD Blu-ray-Player zum Kampfpreis



Nächsten Monat sollen in den USA der Philips BDP7501 und der BDP7301 zum Kampfpreis von 399 US-Dollar erscheinen. Im Vergleich zu den bisher erhältlichen Playern von Samsung (UBD-K8500) und Panasonic (DMP-UB900EGK) dürften diese beiden Geräte die günstigsten derzeit sein. Es ist gut möglich, dass der Hersteller beim Gehäuse etwas sparen konnte, denn gegenüber regulären Playern fällt das doch recht kleine, stylische Design auf. Man lehnt sich mehr an Set-Top-Boxen an, was sicherlich keine schlechte Entscheidung ist.

                                                                                                               Alles dabei

Der BDP7501 und der BDP7301 sollen technisch identisch sein, sich aber optisch unterschieden. Erstgenannte Variante setzt auf gebürstetes Metall, zweitgenannter Player bekommt schwarzen Klavierlack als Oberfläche spendiert. Sonst erhält man auch hier die Möglichkeit, regulär CD, DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D zu verwenden, genauso selbstverständlich Ultra-HD Blu-rays. Mit HDR10, BT.2020, 60Hz, Dolby True HD, DTS-HD Master Audio, Dolby Atmos und DTS:X unterstützt man alle aktuell relevanten Formate, zusätzlich kann man Medien in AVI, DivX, M2TS, MP3 und MPEG abspielen. HDMI 2.0a, HDMI 1.4a, WIFI 802.11ac, Ethernet und USB 3.0 fehlen nicht.

Unklar ist allerdings noch, ob Philips bzw. die für den Vertrieb zuständigen Firmen Funai (USA) und TP-Vision (Europa) beide Player in hiesige Gefilde bringen. Aufgrund kaum vorhandener Konkurrenz und eines ansprechenden Preises wären Player wie diese an sich dringend nötig, um den Blu-ray-Nachfolgestandard auch langsam zu etablieren.

Waverly Labs Pilot: Kommt der elektronische Babelfisch?

In seinem Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ schildert Douglas Adams den Babelfisch als kleines Lebewesen, das ins Ohr eingeführt wird und dem Träger ermöglicht, alle Sprachen zu verstehen. Der Pilot von Waverly Labs soll eine Art elektronischer Babelfisch sein. Ein In-Ohr-Headset, das simultan das Gespräch zwischen zwei Personen übersetzen soll. Das Unternehmen verspricht eine Welt ohne Sprachbarrieren, in der sich Menschen verstehen, ohne die Sprache des anderen zu beherrschen.

Schon zum Start mit vielen Sprachen

Bereits zu Beginn soll Pilot von Waverly Labs in der Lage sein, Sprachen auf romanischer und germanischer Basis zu übersetzen wie Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann auch andere Sprachen dazukommen, zum Beispiel slavische, ostasiatische und semitische Sprachen sowie Hindi. Pilot soll mit einem Basissatz an Sprachpaketen ausgeliefert werden, weitere sollen dann als Zusatzpakete gegen Aufpreis heruntergeladen werden können.

Alles ganz einfach – aber wann?

Schaut man sich das Video an, scheint alles ganz einfach. Auf einer Smartphone-App wird die entsprechende Sprache ausgewählt, jeder der beiden Gesprächspartner setzt sich einen Pilot ins Ohr, und schon kann die Konversation beginnen. Allerdings wird es noch etwas dauern, bis man den Waverly Pilot ordern und selbst ausprobieren kann. Denn das Produkt ist längst noch nicht serienreif. Bislang kann man sich nur auf einer Warteliste eintragen lassen.

Indiegogo-Kampagne startet demnächst

Eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung der Produktion auf Indiegogo soll demnächst starten. Dort können Early Adaptor dann die ersten Waverly Labx Pilots vorbestellen. Ein Set von 2 Pilots plus Ladegerät und App soll via Indiegogo umgerechnet rund 222 Euro kosten, später dann umgerechnet rund 266 Euro.

Viele Fragen offen, weitere Infos auf der Website

Waverly Labs verspricht, alle offenen Fragen demnächst zu beantworten. Allerdings muss Waverly Labs erst noch den Beweis antreten, dass der Pilot so gut funktionieren wird wie angepriesen. Die App für Smartphones mit den Sprachlexika zur Übersetzung soll im Sommer 2016 fertig sein, eine erste Auflage von Pilot soll dann im Frühjahr 2017 erhältlich sein. Bislang konnte noch kein Tech-Blog einen funktionierenden Prototypen ausprobieren.

Im Frühjahr 2017 soll es dann jedoch schon eine erste Auflage des elektronischen Babelfischs geben. Ob die Konversation allerdings gleich so reibungslos ablaufen wird wie im Video versprochen, wage ich zu bezweifeln.

Zu schön, um wahr zu sein?

Wenn man bedenkt, was das kleine Team von Waverly Labs geschafft haben will, ist schon etwas Skepsis angebracht. Schon die rein schriftlichen Online-Übersetzungen stecken noch voller Fehler und sind manchmal kaum verständlich. Und diese können riesige Serverfarmen nutzen.

Pilot soll auch offline funktionieren und zudem Gesprochenes verstehen und in Gesprochenes einer anderen Sprache übersetzen. Annähernd zeitgleich. Das scheint mir beim momentanen Stand der Technik kaum machbar zu sein. Beim iPhone funktioniert die Umsetzung von Sprache in Text nur dann einigermaßen, wenn eine flotte Internetverbindung besteht. Und selbst dann kann es zu kompletten Nonsense-Sätzen kommen. Sprache zu Sprache wird da sicher nicht einfacher sein. Zudem dürfte Pilot auch seine Probleme bei Menschen mit einer undeutlichen Aussprache oder einem schwer verständlichen Dialekt haben.

Die mehr oder weniger normale Unterhaltung zwischen Menschen verschiedener Sprachen, wie sie im Video gezeigt wird, liegt meiner Meinung nach noch in etwas weiterer Ferne als Sommer 2017. Aber wir werden ja sehen.

Weitere Infos gibt es auf der