Finde den besten Beamer für dein Heimkino

Auch wenn es inzwischen immens große Fernseher gibt, bieten Beamer doch noch immer mehr. Nicht zuletzt können sie dieses besondere Kinofeeling vermitteln. Manche finden sie aber auch einfach praktisch, weil sie weniger Platz wegnehmen als ein TV. In diesem Special geben wir viele Ratschläge dazu, wie man den besten Beamer für sich findet, was eine gute Leinwand ausmacht und wie man die beiden korrekt aufstellt. Plus: Pico-Projektoren als Lösung für unterwegs oder zwischendurch.

Die Bestseller aus unserem umfangreichen Beamer-Angebot:

Video: So findet ihr den besten Beamer für euch!

Wer lieber schaut als viel liest: Wir haben in einem Info-Video jede Menge Tipps und Hinweise rund um Beamer für euch parat. Wie suche ich einen passenden Projektor für das Heimkino aus und wie stelle ich ihn auf?

Die wichtigsten Inhalte des Videos zum nachlesen:

Die Frage, die einem unentschlossenen Käufer vielleicht als erstes in den Sinn kommt: Wozu brauche ich heutzutage eigentlich noch einen Beamer, die Fernseher werden doch immer größer? Und das stimmt natürlich. Aber wenn wir einfach mal auf die Beispiele schauen, die BenQ auf seiner Webseite zeigt, dann sehen wir zum einen, dass das Bild, welches man mit einem Beamer erzeugen kann, immer noch größer ist. Und was vielleicht in diesen Fotos noch nicht so ganz herauskommt: Der Eindruck ist natürlich ein anderer, wenn man einen Beamer hat. Benutzt man vielleicht auch noch eine Leinwand, um das Bild zu optimieren, hat man eben wirklich ein Kino-Feeling. Für den Fall, dass ihr mit dem Gedanken spielt euch einen Beamer anzuschaffen, habe wir euch Tipps und Hinweise aufgeschrieben, wenn es um das Kaufen und Aufstellen geht.

Entscheidungskriterien

  • Es hängt von eurem Raum ab. Es ist tatsächlich sehr wichtig, dass ihr euch darüber klar werdet, wie ihr den Beamer aufstellen wollt. Dadurch grenzt ihr die Auswahl schon einmal stark ein. Wieviel Abstand wird gebraucht? Es gibt Beamer, die mindestens 4 Meter Abstand zur Projektionsfläche, also zur Leinwand oder zur Wand brauchen. Es gibt aber auch Geräte, die mit beispielsweise 2 Metern Abstand zurechtkommen oder welche, die noch viel weniger Abstand benötigen. Die Möglichkeiten die ihr im Raum habt, um den Beamer aufzustellen, sind eben ein wichtiges Kriterium.

  • Dabei stellt sich auch die Frage: Wie groß soll das Bild sein, das ihr betrachten wollt? Davon ist die Wahl auch abhängig. Weiter unten findet ihr ein Tool, mit dem ihr die Größe berechnen könnt. Somit werdet ihr ein bisschen klarer sehen, wie diese Daten eigentlich alle zusammenhängen.

  • Dann gibt es den Begriff Lens Shift. Hier stellt sich die Frage: Welcher Winkel ist nötig? Ihr werdet den Beamer ja immer in einem bestimmten Winkel zur Wand aufstellen, zum Beispiel wird er ja sehr wahrscheinlich nicht horizontal an die Wand strahlen. Stattdessen wird er zum Beispiel auf einem Tisch und dadurch leicht unterhalb der Horizontalen stehen. Oder er wird an der Decke hängen. Und dort muss er diesen Winkel ausgleichen. Manche Beamer lassen sich notfalls auch seitlich aufstellen. Lens Shift bedeutet, dass das Objektiv dies selbst ausgleichen kann. Zwar gibt es sogenannte Trapezkorrekturen, es wird jedoch allgemein empfohlen, dass man den Beamer so anschaffen und aufstellen sollte, dass eine solche Korrektur überflüssig ist. Im Business- oder Besprechungsraum kann man all das machen, für das Heimkino sollte man den Beamer besser so aufstellen, dass dies nicht nötig ist. Wenn er allerdings Lens Shift mitbringt, hat er eine gewisse Flexibilität. Aber auch dann ist es wichtig, dass ihr vorher schaut ob der Beamer, den ihr euch anschaffen möchtet, mit der gewünschten Position zurechtkommt.

  • Wieviel Streulicht habt ihr? In den Fotos von BenQ die ich euch gezeigt habe, hat man gesehen, dass es hell im Raum war. Jeder, der über Beamer und ihre ideale Aufstellung schreibt, wird euch jedoch sagen, dass wenn ihr eine vernünftige Bildqualität haben und das Maximum aus eurem Gerät rausholen wollt, einen abgedunkelten Raum benötigt. Das Streulicht ist einfach ein Problem, da es das Bild sofort verschlechtert. Es ist einfach anders als bei einem Fernseher.

  • Wichtig ist auch das Lüftergeräusch des Beamers. Das Leuchtmittel im Inneren erzeugt bei vielen Modellen eine Menge Hitze. Diese Wärme muss abgeführt werden. Je nach Hersteller und Modell ist die Lautstärke unterschiedlich. Hier kommt es eben darauf an, wo ihr den Beamer im Raum positionieren wollt. Wenn es irgendwo weit hinter euch ist, beispielsweise in einem Regal, dann ist es vielleicht nicht so wichtig wie wenn der Beamer zum Beispiel direkt über euren Köpfen hängt. Hier solltet ihr der Lautstärke des Lüfters vor dem Kauf mehr Beachtung schenken.

  • Dann natürlich die Verkabelung. Ihr braucht auf alle Fälle Stromkabel, und eine Übertragung der Bildsignale an den Beamer ist kabellosen Varianten nach wie vor deutlich vorzuziehen. Das heißt, man muss sich also überlegen: Wie bekomme ich das Bild, sprich das Kabel, zum Beamer hin? 

 

 

 

Die wichtigsten Eckdaten: Kontrast, Helligkeit, Farbtreue & Auflösung

Dies sind die vier wichtigsten Eckdaten: Der Kontrast, sprich der Unterschied zwischen dem dunkelsten Schwarz und dem hellsten Weiß. Die Helligkeit; sie bestimmt nicht nur wie hell das Bild ist, sondern gibt euch auch mehr oder eben weniger Spielraum dabei, wie groß das Bild sein kann, damit es trotzdem noch gut ist. Wenn der Beamer eine größere Gesamthelligkeit hat, dann kann er eben auch ein größeres Bild in einer guten Qualität darstellen. Die Farbtreue: Hierbei kommt ihr an Testberichten oder der Erfahrung eueres Fachhändler vor Ort nicht vorbei. Zu unterschiedlich sind die Modelle hier. Eine professionelle Messung ist notwendig. Als Letztes die Auflösung. Dabei handelt es sich um eine Angabe wie HD ready, Full HD oder 4K/Ultra HD. Hier kommt es vor allem darauf an, welche Inhalte ihr euch anschaut und wie dicht ihr vor der Leinwand sitzt. Viele Geräte sind heute Full HD Beamer. Etwas Geld sparen könnt ihr derzeit noch mit HD ready Beamern. Beamer mit 4K/Ultra HD sind noch vergleichsweise selten und teuer.

Technologien zur Bilderzeugung

Beamer verwenden unterschiedliche Methoden zur Bilderzeugung und verstecken diese hinter Abkürzungen wie DLP, LCD, LED und LCoS. Jede dieser Technologien hat ihre Stärken und Schwächen. Es gibt nicht die eine beste Technologie, sondern gute und schlechte Vertreter bei allen Projektionsarten.

DLP ist sehr verbreitet und auch die Technik, die beispielsweise im Kino eingesetzt wird. Sie hat den sogenannten „rainbow effect“ (oder Regenbogeneffekt), den je nach Situation manch einer sieht und als störend empfindet. Wenn sich helle Gegenstände auf einem dunklen Hintergrund schnell bewegen, dann kann es sein, dass dieser Effekt auftritt, dass man ihn sieht und dass er einen stört. Allerdings wird auch immer wieder gesagt, dass der Prozentsatz der Leute, die diesen Effekt wahrnehmen und sich dadurch gestört fühlen, sehr gering ist.

LCD und LCoS sind andere Technologien, die andere Stärken und Schwächen aufweisen. Ihr werdet nicht umhin kommen, hier Testberichte zu lesen oder euren EURONICS-Fachhändler um Rat zu fragen.

Welches Leuchtmittel ist das Beste?

Dann ist noch die Frage: Wie wird das Licht im inneren erzeugt? UHP, also das Ultra High Performance Leuchtmittel, ist ein Beispiel. Dabei handelt es sich um das Leuchtmittel, welches die größte Menge an Hitze erzeugt, jedoch auch das meist verbreitete ist.

LED ist eine weitere Möglichkeit. Die LED-Leuchtmittel haben den Vorteil, dass sie eine deutlich längere Lebensdauer haben als die UHP-Lampen. Dafür sind LEDs bislang nicht ganz so leuchtstark. Auch hier gilt es einzeln auf die Modelle zu achten.

Zu guter Letzt gibt es auch Modelle, die Laser einsetzen. Das ist tatsächlich der Fall – Ein Laser, zwei Laser oder drei Laser – je nachdem, wie der Beamer konstruiert ist. Laserbeamer haben den Vorteil, dass man sie sehr schnell einschalten kann. Auch hier gibt es wieder nicht die eine Lösung. Alle Leuchtmittel haben Vor- und Nachteile technischer und finanzieller Natur. Fragt hierzu euren Fachhändler und lest Testberichte speziell über den Beamer, der euer Interesse geweckt hat.

Projection Calculator: Tool für detaillierte Beamerinformationen

Der Projection Calculator hilft euch bei der Auswahl des Beamers. Es handelt es sich um ein englischsprachiges Tool, aber ich glaube es erklärt sich relativ einfach. Ihr könnt zunächst den Hersteller auswählen und findet dann die entsprechende Modellpalette. Wenn ihr ein Modell gefunden habt, von dem ihr denkt, dass es ganz interessant sein könnte, nimmt dieses Tool die technischen Daten des Beamers und wandelt alles in eine Infografik um, die euch anzeigt was passiert, wenn ihr den Abstand zur Leinwand verändert. Wie verändert sich dann die Bildschirmgröße? Ihr seht hier, dass sich diese Dinge gemeinsam verändern. Auch lässt sich der Spielraum berechnen, den ihr habt um den Beamer zu verschieben und die entsprechende Helligkeit, die daraus resultiert. Ein schönes Tool, um die ansonsten sehr theoretischen Daten einmal plastisch darzustellen!

Schlusswort

Abschließend als Empfehlung an euch: Wenn ihr einmal ein bisschen stöbern und gucken wollt, was es für Beamer-Modelle gibt und was diese kosten, dann schaut mal auf euronics.de vorbei. Dort gibt es den Abschnitt Projektoren, Beamer. Hier findet ihr eine reiche Auswahl an großen und kleinen Beamern, sowohl für den Businessbereich als auch für das Home Cinema.

Zudem könnt ihr hier nach Marken und dem Preis schauen, den ihr ausgeben möchtet. Oder ihr wählt euer Gerät nach der gewünschten Auflösung, wie beispielsweise einem Full-HD Beamer

In diesem Sinne hoffe ich, dass euch dieses Video ein bisschen weitergeholfen hat, ein paar Ideen zu bekommen, wie ihr denn nun euren neuen Lieblings-Beamer finden könnt.