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Müssen Sie nur eine geringe Menge an tiefgekühlten Lebensmitteln lagern, genügt Ihnen vermutlich das Gefrierfach, das in Ihrem Kühlschrank bzw. eine Kühl- und-Gefrier-Kombi integriert ist. Größere Haushalte benötigen jedoch meist mehr Stauraum, als diese für gewöhnlich bieten. Selbiges gilt auch für Menschen, die gerne einen Vorrat an Lebensmitteln im Haus haben. In diesen Fällen bietet sich ein Stand-Gefrierschrank an. Erfahren Sie bei EURONICS mehr zu und ihren Vorteilen!
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Lang haltbare Lebensmittel gehören zu unserem modernen, komfortablen Lebensstil dazu. Früher ließ sich nur trockene Nahrung lange lagern, ohne dass sie verdarb – zum Beispiel Getreide oder Hülsenfrüchte. Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse mussten erst getrocknet werden und verloren dabei stark an Geschmack. Später wurden weitere Konservierungstechniken wie das Pökeln oder Einlegen erfunden. Und schließlich hielt der Eisschrank, in dem Lebensmittel gefroren und gekühlt aufbewahrt werden konnten, in die Haushalte Einzug.
Heutzutage gehören ein Kühlschrank und ein Gefrierfach in nahezu jedem Haushalt zur Grundausstattung. Müssen jedoch größere Mengen an Lebensmitteln tiefgefroren gelagert werden, bietet das separate Fach mit Minusgraden oftmals nicht mehr die erforderlichen Kapazitäten. In diesem Fall sollten Sie sich eine separate Gefriertruhe oder aber einen Stand-Gefrierschrank anschaffen. Jeder Gerätetyp hat dabei seine Vor- und Nachteile. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie alle wichtigen Details über die Vorzüge von Stand-Gefrierschränken und worauf beim Kauf zu achten ist.
Bei einem Stand-Gefrierschrank handelt es sich – ebenso wie bei einem normalen Kühlschrank oder einer Klimaanlage – um eine Kältemaschine. All diese Geräte funktionieren nach demselben Prinzip: mithilfe eines Kältemittelkreislaufs und der Verdichtung und Entspannung eines Wärmeträgermediums. In einem Leitungssystem zirkuliert dabei ein Kältemittel mit sehr geringer Temperatur. Dieses wird durch den Innenraum des Kühl- oder Gefrierschranks (oder das zu kühlende Zimmer im Fall einer Klimaanlage) geführt und nimmt dort thermische Energie auf, bis es im Leitungssystem verdampft. Das Innere des Kühl- oder Gefriergeräts bzw. der Raum kühlen sich dadurch ab. In einem anschließenden Verdichter wird der Druck des Kältemittelgases dann stark erhöht, wodurch auch seine Temperatur weiter ansteigt. An einem weiteren Wärmetauscher kann es diese hohe Temperatur dann dem natürlichen Temperaturgefälles entsprechend an die Außenluft abgeben, kühlt ab und kondensiert. Im letzten Schritt normalisiert ein Entspannungsventil den Druck des Kältemittels, und der Kreislauf beginnt erneut. So wird sukzessive immer mehr Wärmeenergie aus dem Innenraum des Stand-Gefrierschranks, Kühlschranks oder eben ganzen Gebäuden entfernt, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist.
Stand-Gefrierschränke sind in verschiedenen Ausführungen verfügbar. Eine wesentliche Unterscheidung ist dabei, ob es sich um ein freistehendes Modell oder um einen Einbaugefrierschrank handelt. Beide Bautypen bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile.
Freistehende Stand-Gefrierschränke lassen sich flexibel im Raum und unabhängig von der Küchenfront platzieren und finden folglich auch in Ecken und Nischen unproblematisch Platz. Sie sind in verschiedenen Größen verfügbar und bieten oftmals ein etwas höheres Lagervolumen als Einbaugefrierschränke mit denselben Maßen, wodurch sie sich besonders für größere Haushalte eignen. Da sie sich jedoch nicht in die Küchenzeile einpassen lassen, benötigen sie eine separate Stellfläche. Gerade in kleinen Küchen kann dies ein Problem darstellen. Abhängig von ihrer Höhe lassen sich kleine Stand-Gefrierschränke dieses Typs jedoch auch als Erweiterung der Arbeits- oder Abstellfläche nutzen.
Einbaugefrierschränke werden wie andere Einbaugeräte auch in eine bestehende Küchenzeile integriert. Sie nehmen also keinen zusätzlichen Platz ein, dafür sind Sie bei der Standortwahl eingeschränkter. Einbau- oder unterbaufähige Geräte passen sich allerdings optisch besser in Ihre Küche ein: So müssen Sie nicht auf einen Stand-Gefrierschrank in klassischer Edelstahl-Optik oder einer passenden Unifarbe zurückgreifen, sondern können ihn hinter einer einheitlichen Verblendung verschwinden lassen.
Bei der Wahl des passenden Stand-Gefrierschranks für Ihren Haushalt ist eines der wohl wichtigsten Kaufkriterien die Größe bzw. das Fassungsvermögen des Geräts. Dieser Aspekt sollte in zweierlei Hinsicht auf Ihren Bedarf angepasst sein. In einem zu kleinen Stand-Gefrierschrank können Sie womöglich nicht genügend Lebensmittel unterbringen, was den Nutzen des Geräts maßgeblich schmälert. Doch auch einen zu großen Gefrierschrank sollten Sie sich nicht anschaffen, und das nicht nur aus eventuellen Platzgründen. Je höher das Fassungsvermögen ist, umso mehr Energie benötigt das Gerät – pro 100 Liter mehr Volumen steigt der Stromverbrauch im Schnitt um etwa 25 Prozent. Ein überdimensionierter Stand-Gefrierschrank kann also hohe Mehrkosten mit sich bringen, und das für Stauraum, den Sie nicht einmal nutzen.
Welche Größe Sie genau benötigen, wird von zwei Faktoren beeinflusst. Zum einen ist hier die Anzahl der Personen zu nennen, die in Ihrem Haushalt leben. Pro Person können Sie durchschnittlich von etwa 50 bis 70 Litern nötigem Fassungsvermögen ausgehen. Allerdings spielt dabei auch Ihr Konsumverhalten eine wichtige Rolle. In einem Haushalt, der wenig Tiefkühlkost konsumiert und in welchem nur gelegentlich Speisen zur Aufbewahrung eingefroren werden, können Sie möglicherweise auch nur mit 30 Litern pro Person rechnen. Frieren Sie hingegen viel ein und haben gern Lebensmittel auf Vorrat, ist es ratsam, 70 bis 100 Liter pro Person einzukalkulieren.
Damit Ihre eingefrorenen Lebensmittel lange haltbar sind, sollte der gewünschte Stand-Gefrierschrank gut kühlen. Aufschluss über die Kühlleistung und die erreichbaren Innentemperaturen gibt dabei die sogenannte Gefrierklasse, welche mit einer Sternekennzeichnung angegeben ist. Je mehr Sterne der Stand-Gefrierschrank aufweist, desto kälter ist sein Innenraum und umso länger halten sich Lebensmittel in ihm:
| 1 Stern | 2 Sterne | 3 Sterne | 4 Sterne |
|---|---|---|---|
| -6 bis -12 Grad Celsius | -12 bis -18 Grad Celsius | -18 Grad Celsius | kälter als -18 Grad Celsius |
| Haltbarkeit nur wenige Tage | Haltbarkeit etwa zwei Wochen | Haltbarkeit über mehrere Monate | Haltbarkeit über mehrere Monate |
Neben der Gefrierklasse sollten Sie ebenfalls die Klimaklasse berücksichtigen. Diese informiert über die Isolation des Stand-Gefrierschranks und seine Fähigkeit, abhängig von den Außentemperaturen bestimmte Innentemperaturen zu halten. Auch hier existieren vier verschiedene Klassen:
Volumen und Leistung sind bei der Kaufentscheidung für Verbraucher die wohl wichtigsten Aspekte eines Stand-Gefrierschranks. Doch auch weitere Extras sollten Sie bei der Auswahl des passenden Geräts für Ihren Haushalt berücksichtigen. So weisen viele moderne Gefrierschränke oftmals verschiedene Zusatzfunktionen auf, die den Betrieb effizienter, sicherer und/oder komfortabler gestalten.
Der genaue Energieverbrauch von Stand-Gefrierschränken wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Vorrangig sind hierbei die Größe und die Kühlleistung zu nennen. Größere Geräte mit besonders niedrigen Innenraumtemperaturen benötigen mehr Strom als kleinere Geräte mit geringerer Gefrierklasse. Der durchschnittliche Jahresstromverbrauch eines Stand-Gefrierschranks ist normalerweise in den Produktinformationen des Herstellers angegeben und bewegt sich je nach Geräteeigenschaften ungefähr zwischen 100 und 350 Kilowattstunden (kWh). Bei einem Strompreis von etwa 40 Cent pro kWh können Sie also mit jährlichen Energiekosten von 40 bis 140 Euro rechnen. Hierbei handelt es sich jedoch nur um Richtwerte, auf die diverse weitere Faktoren Einfluss nehmen können. Wird zum Beispiel ein Stand-Gefrierschrank nicht regelmäßig abgetaut und blockiert Eis die Gefrierlamellen bzw. Kältestäbe, benötigt das Gerät mehr Strom, um die Innentemperatur zu halten. Ebenso sorgt eine zu dünne Isolierung bzw. unzureichende Klimaklasse für Energieverluste.
Einen guten Aufschluss über den Verbrauch liefert die Energieeffizienzklasse. Diese ist in Skalen von A bis G angegeben und beschreibt, wie viel Energie ein Stand-Gefrierschrank im Vergleich zu einem Referenzgerät benötigt. So verbraucht ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse A nach der neuen Skala nur etwa 40 Prozent der Energie der Referenz, C rund 65 Prozent, bei einem Gefrierschrank Klasse D sind es schon 80 Prozent. Je höher die Energieeffizienzklasse Ihres Stand-Gefrierschranks, umso mehr Leistung erhalten Sie für weniger Energie.
Damit Ihr Stand-Gefrierschrank jederzeit effizient arbeitet und lange hält, sollten Sie ihm eine angemessene Pflege zukommen lassen. Hierzu zählen etwa die Reinigung und, wenn nötig, das Abtauen. Dies benötigt in der Regel etwa eine Stunde. So gehen Sie vor:
Beim Einfrieren gibt es verschiedene Dinge zu berücksichtigen, damit Ihr Gefrierschrank seine Arbeit zuverlässig verrichten kann und die Qualität der Lebensmittel nicht beeinträchtigt wird. Zum einen lassen sich nicht alle Produkte bedenkenlos einfrieren. Bei Fleisch und Fisch – ob roh oder gegart – sowie Suppen oder Brot ist das Gefrieren in der Regel kein Problem. Bei Obst und Gemüse kommt es auf die Beschaffenheit der Lebensmittel und die eventuelle Verarbeitung an. Sehr weiches und empfindliches Obst oder Gemüse mit hohem Wassergehalt sollten Sie zum Beispiel nicht einfach so einfrieren, denn dies führt zur Bildung von Eiskristallen im Inneren, wodurch sie beim erneuten Auftauen matschig werden. Beeren zum Beispiel frieren Sie am besten passiert ein, frisches Gemüse wird idealerweise vor dem Einfrieren kurz blanchiert.
Überschreiten Sie zudem nicht die Kapazitäten Ihres Stand-Gefrierschranks, denn dies beeinträchtigt die Leistung und führt eventuell zu nur unzureichend gefrorenen Lebensmitteln, die dann verderben könnten. Ebenso sollten Sie keine noch heißen oder warmen Speisen in den Froster stellen, da hierdurch unnötig Energie verbraucht wird und es den Lebensmitteln sowie dem Kühlgerät schadet. Müssen Sie größere Mengen einfrieren, tun Sie dies am besten etappenweise – geben Sie zu viele Dinge auf einmal zum Gefrieren in das Gerät, werden sie langsamer tiefgefroren, was die Qualität negativ beeinträchtigt.
Das Gefriergut verwahren Sie am besten in luftdichten Plastikgefäßen oder -beuteln. Weisen Sie zudem die unterschiedlichen Fächer des Gefrierschranks einzelnen „Produktklassen“ zu, etwa eins für Fleisch und Fisch, eins für Brot und Süßwaren (etwa Eis), ein weiteres für Obst und Gemüse. Schaffen Sie eine gute Ordnung und finden schnell die Lebensmittel, die Sie benötigen, müssen Sie den Stand-Gefrierschrank nicht lange offenhalten und vermeiden Kälteverluste und einen gesteigerten Energieverbrauch.
Ein Letztes: Während Sie Speisen möglichst schnell einfrieren sollten, um eine optimale Qualität zu gewährleisten, sollte das Auftauen hingegen besser langsam und schonend vonstattengehen. Geben Sie vor allem Fleisch und Fisch erst in den Kühlschrank, anstatt es direkt in die Küche zu stellen oder gar in der Mikrowelle aufzutauen.
Entscheiden Sie sich für den Kauf eines Stand-Gefrierschranks, sollte das Gerät optimal zu den Bedürfnissen Ihres Haushalts passen. Bei der Auswahl sind dabei die unterschiedlichsten Kriterien zu berücksichtigen. Ein zu kleines Gerät bietet nicht genügend Stauraum, andersherum verbraucht ein zu großer Gefrierschrank unnötig Energie. Können Sie das Gerät in einen kühlen Kellerraum stellen, reicht es, eine niedrigere Klimaklasse zu wählen, passt es hingegen nur in die warme Küche, muss die Klimaklasse dementsprechend höher ausfallen. Ebenso ist die Energieeffizienzklasse zu beachten: Je höher diese ist, umso weniger Strom verbraucht der Stand-Gefrierschrank im Betrieb. Zusatzfunktionen verringern den Wartungsaufwand und erhöhen den Bedienkomfort. Selbstverständlich sollte das Gerät auch optisch in Ihre Küche passen. Ob Einbaugefrierschrank, Verblendung, kunstvoll gestaltet oder Classic-Look in Edelstahl oder Silber: Stand-Gefrierschränke gibt es in den unterschiedlichsten Designs und Farben.
Welches Gefriergerät am besten für Ihr Haus oder Ihre Wohnung geeignet ist, lässt sich nicht pauschal sagen. EURONICS hat Ihnen jedoch einige Nutzertypen zusammengefasst, an denen Sie sich bei der Kaufentscheidung orientieren können:
Ein Gefriergerät, ob Stand-Gefrierschrank oder Gefriertruhe, sollte mindestens eine Innenraumtemperatur von -15 Grad Celsius leisten – dies entspricht der Gefrierklasse mit zwei Sternen. So bleiben Lebensmittel auch bei warmen Außentemperaturen tiefgefroren und haltbar und können Temperaturschwankungen durch das Öffnen der Gerätetür problemlos verkraften. Besser ist hingegen ein Gefrierschrank, der bis auf -18 Grad Celsius kühlen kann. Entscheiden Sie sich für ein Gerät der untersten Gefrierklasse mit einer Kühlung zwischen -6 und -12 Grad Celsius, sollten Sie darin gelagerte Lebensmittel besser innerhalb weniger Tage verbrauchen.
Wie auch normale Kühlschränke geben Stand-Gefrierschränke im Betrieb Geräusche wieder. Diese können bei älteren Geräten bis zu 50 Dezibel erreichen – das entspricht etwa einem Fernseher in Zimmerlautstärke. Moderne Gefrierschränke sind jedoch in der Regel nur um die 35 bis 40 Dezibel laut und kaum wahrnehmbar. Dies liegt daran, dass hier der Kompressor und andere Bauteile des Kältemittelkreislaufs besonders schallisolierend verbaut sind.
Achtung: Arbeitet Ihr Stand-Gefrierschrank plötzlich lauter als gewöhnlich oder brummt er merkwürdig, kann dies auf eine Störung hinweisen. Kontaktieren Sie in diesem Fall am besten einen Techniker.
Anders als bei normalen Kühlschränken ist die Temperatur im Inneren von Stand-Gefrierschränken überall gleich. Es spielt also keine Rolle, wo Sie Fleisch, Gemüse, Fertiggerichte oder ähnliches aufbewahren. Halten Sie am besten dennoch Ordnung und weisen Sie jedem Fach einen bestimmten Inhalt zu, anstatt alles durcheinander zu räumen. Je schneller Sie finden, was Sie suchen, umso kürzer müssen Sie die Tür des Gefriergeräts offenhalten und umso weniger Wärme gelangt ins Innere. Dies reduziert den Energieverbrauch.
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