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Vielen von uns ist der Sommer deutlich lieber als der kalte, dunkle Winter. Doch so angenehm das warme, sonnige Wetter im Vergleich zu Schnee und Minusgraden auch ist, so empfinden wir zu viel Hitze ebenfalls als störend, gerade in den Räumen unserer Wohnung oder unseres Hauses. Mit einem Klimagerät schaffen Sie jedoch Abhilfe und kühlen Ihre Räumlichkeiten auf eine angenehme Temperatur herunter. Erfahren Sie mehr im .
Wir alle kennen es: Es ist der heißeste Tag im Jahr, die Mittagssonne brennt, und es weht nicht ein einziges Lüftchen. Der Ventilator bringt schon lange nicht mehr die erhoffte Kühlung, die dritte kalte Dusche würde sich auf der Wasserrechnung bemerkbar machen, und Ihnen gehen langsam die Ausreden aus, den Kühlschrank oder das Eisfach zu öffnen. Die Luft in Ihrem Haus ist drückend heiß und abgestanden – dies ist nicht nur überaus unangenehm, sondern auch aus gesundheitlicher Sicht bedenklich.
Mit einem Klimagerät schaffen Sie Abhilfe gegen diese horrenden Temperaturen, quälen sich nicht mehr im Home-Office durch den Arbeitsalltag und können auch Ihre Freizeit besser genießen. Die Anlagen können dabei jedoch nicht nur die Raumluft herunterkühlen, sondern sorgen ebenfalls dafür, dass verbrauchte gegen frische Luft ausgetauscht wird. Damit Sie allerdings die passende Klimaanlage für Ihre Wohnverhältnisse auswählen, müssen Sie einige Kriterien berücksichtigen. Der EURONICS-Ratgeber stellt Ihnen die Geräte und Ihre Eigenschaften ausführlich vor und hilft Ihnen bei der Kaufentscheidung.
Physikalisch betrachtet funktioniert ein Klimagerät bzw. eine Klimaanlage kaum anders als ein Kühlschrank. Beide dienen dazu, Wärmeenergie entgegen des natürlichen Wärmegefälles von einem Ort niedriger Temperatur zu einem mit höherer Temperatur zu transportieren. Dies geschieht wie folgt:
Durch das Klimagerät verläuft ein Kältemittelkreislauf, in dem ein Wärmeträgermedium mit niedrigem Druck zirkuliert. Da dessen Temperatur deutlich niedriger ist als die der Raumluft, kann das Kältemittel der Umgebung also die Wärmeenergie entziehen und kühlt somit die Räumlichkeiten ab. Im Gegenzug erwärmt sich die Substanz im Kreislauf und verdampft bzw. verdunstet schließlich. Ist das Kältemittel temperaturtechnisch „gesättigt“, gelangt es in den Kompressor des Klimageräts. Durch das Verdichten wird der Druck und somit auch die Temperatur des Arbeitsmediums zusätzlich erhöht und übersteigt schließlich die der Außenluft. Im Anschluss kann es seine Wärmeenergie entsprechend des normalen Wärmegefälles nach außen abgeben – dies geschieht entweder über einen Abluftschlauch oder ein außen aufgestelltes Geräteteil – kühlt sich ab und kondensiert schließlich wieder. Im letzten Schritt wird das Kältemittel durch ein Entspannungsventil geleitet, welches seinen Druck wieder senkt. Dann wird es erneut in den Kreislauf eingespeist, und der gesamte Prozess wiederholt sich.
In welchen Bautypen existieren Klimageräte?
Klimageräte sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, die sich hinsichtlich Kosten, Installationsaufwand, Leistung und weiteren Kriterien unterscheiden. Je nach zu kühlender Fläche, Anzahl der zu klimatisierenden Räume und den bautechnischen Besonderheiten Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung sind bestimmte Bautypen daher mehr oder weniger gut geeignet. Im Folgenden stellt EURONICS Ihnen die drei gängigen Ausführungen kurz und bündig vor.
Fest installiertes Klimagerät: Bei dieser Art der Klimaanlage handelt es sich um die effizienteste, jedoch auch um die teuerste Variante. Sie wird im Gebäude fest verbaut, weist in der Regel eine hohe Kühlleistung auf und eignet sich folglich auch für die Kühlung großer Räume. Dafür ergeben sich Mehrkosten aufgrund des Installationsaufwands. Die Wärmeenergie wird über ein ebenfalls fest installiertes Außenteil aus dem Gebäude abgeführt. Zur Klimatisierung mehrerer Räume können mehrere Innenanlagen zum Einsatz kommen, die alle dasselbe Außengerät ansteuern.
Fest installiertes Splitgerät
Monoblockgerät:Diese mobile Klimaanlage dient der Kühlung einzelner Räume und ist kompakt und praktisch einsetzbar. Sie führt die Luft über einen Abluftschlauch nach draußen ab. Der Installationsaufwand besteht lediglich aus dem Kippen eines Fensters oder Terrassentür, dem Verlegen des Schlauchs und dem Einstecken des Klimageräts in eine Steckdose. Monoblockgeräte sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung und flexibel in der Aufstellung, weisen dafür jedoch eine nur mäßige Kühlleistung und einen hohen Energieverbrauch auf – nicht zuletzt, weil durch das offene Fenster wieder Wärme in den Raum hineinströmt, gegen die die Klimaanlage zusätzlich arbeiten muss. Zudem sind sie etwas lauter im Betrieb.
Monoblockgerät
Splitgerät: Mobile Splitgeräte bieten die Flexibilität des Monoblocks sowie die praktische Abführung der Wärme einer fest verbauten Klimaanlage. Das Innenteil saugt die warme Luft an und filtert sie, anschließend leitet es sie an einen außen aufgestellten Kühlkompressor, in dem die restlichen Arbeitsschritte stattfinden. Beide Bauteile sind dabei durch einen dünnen, gut isolierten Schlauch verbunden, der sowohl das Kältemittel, als auch die notwendigen elektrischen Leitungen führt. Vorteile der Splitausführung sind ein effizienterer und bedarfsgerechter Betrieb, die Möglichkeit, mehrere Innenteile an ein Außengerät zu koppeln (wie bei fest installierten Geräten) sowie ein leiser Betrieb durch die Auslagerung der „lärmenden“ Komponenten nach draußen. Nachteilig ist jedoch, dass Sie einen geeigneten Aufstellungsort für das Außengerät finden müssen, was sich gerade in Wohnungen als problematisch erweist, wenn kein Balkon vorhanden ist.
Mobiles Splitgerät
Welche Kriterien sind beim Kauf eines Klimageräts entscheidend?
Bei der Wahl des passenden Klimageräts für Ihre Wohnräume sollten Sie drei Faktoren besondere Aufmerksamkeit schenken. Zuvorderst muss das Gerät selbstverständlich eine ausreichende Kühlleistung bieten. Hierfür müssen Sie einige Kriterien der zu kühlenden Räumlichkeiten in Erfahrung bringen, etwa die Raumgröße und Deckenhöhe, die vorhandene Isolierung der Wände und Fenster, die Sonneneinstrahlung über den Tag usw. Aus diesen Gegebenheiten können Profis im Anschluss die notwendige Leistung errechnen, die das Gerät erbringen sollte. Dies bewahrt Sie davor, eine zu schwache oder aber unnötig große und teure Klimaanlage zu kaufen.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Stromverbrauch. Achten Sie beim Kauf daher vor allem auf die Energieeffizienzklasse, welche angibt, wie viele Kilowattstunden Energie das Gerät im Vergleich zu einem fiktiven Referenzgerät benötigt. Die Skala verläuft hierbei von A bis G – suchen Sie sich also eine Klimaanlage mit einer guten „Note“ aus. Eine zusätzliche Orientierung bietet die Leistungszahl EER (Energy Efficency Ratio). Diese sollte möglichst hoch sein, denn sie gibt Aufschluss darüber, wie viel Kühlenergie in Kilowatt das Gerät aus einem Kilowatt Strom erzeugt.
Ein letzter Punkt, dem Sie Beachtung schenken sollten, betrifft die Lautstärke, die die Klimaanlage im Betrieb erzeugt. Die Betriebslautstärke wird in Dezibel (dB) angegeben, die Maßeinheit für den Schalldruckpegel. 30 dB entsprechen etwa einem Flüstern, 55 einem normalen Gespräch, 70 hingegen schon Verkehrslärm. Folglich sollten Sie bei der Wahl Ihrer Klimaanlage darauf achten, dass sie möglichst leise arbeitet, da die Geräte in der Regel im Sommer recht lang eingeschaltet sind. Monoblockanlagen sind übrigens deutlich lauter (bis zu 70 dB) als Splitgeräte (Innenteil 25-45 dB, Außenteil 50-80 dB). Neben der eigentlichen Geräuschemission spielt hierbei auch der Aufstellungsort eine wichtige Rolle.
Split-Klimageräte sind idR deutlich leiser als andere Klimaanlagen
Welche Zusatzfunktionen bieten Klimageräte?
Klimageräte können nicht nur dazu dienen, die Umgebungstemperatur herunter zu kühlen und die Raumluft auszutauschen. Einige Modelle verfügen darüber hinaus über verschiedene, praktische Zusatzfunktionen, die das allgemeine Raumklima weiter verbessern. So können Sie zum Beispiel eine Klimaanlage erwerben, die die angesaugte und verarbeitete Luft auch zeitgleich reinigt. Dies geschieht über diverse Filter, die Staub und Pollen auffangen, was gerade für Allergiker von großem Vorteil ist. Einige Klimageräte können außerdem die Luftfeuchtigkeit erfassen und bei Bedarf anpassen. Ist diese nämlich zu hoch, wirkt sich das negativ auf unsere Thermoregulierung aus, eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit hingegen kann unsere Schleimhäute austrocknen. Nicht zuletzt bieten einige Klimaanlagen auch eine Heizfunktion, wodurch Sie sie selbst im Winter sinnvoll nutzen können. Der Prozess der Wärmeumleitung wird dabei einfach umgekehrt: Das Gerät entzieht dann der Außenluft die Wärmeenergie, bereitet diese auf und gibt sie im Anschluss in den Raum ab.
Klimagerät mit Regelungsfunktion für die Luftfeuchtigkeit
Wie betreibe ich mein Klimagerät richtig?
Damit Sie Ihr Klimagerät auch effizient und nicht zuletzt unschädlich einsetzen, sollten Sie einige Dinge beachten. Neben der richtigen Dimensionierung der Anlage spielen hierbei auch diverse Einstellungen sowie weitere Vorkehrungen eine Rolle.
Optimale Temperatur: Stellen Sie das Klimagerät auf etwa 22 bis 25 Grad Celsius ein. Dies entspricht ungefähr der menschlichen Wohlfühltemperatur. Auch, wenn die Verlockung groß ist, bei enormer Sommerhitze eine kältere Einstellung zu wählen, ist dies nicht unbedingt gesund.
Luftstrom richtig ausrichten: Drehen Sie ein mobiles Klimagerät so, dass es die Luft möglichst in den größten Freiraum des Raums bläst, denn so erfolgt eine optimale Luftumwälzung. Richten Sie den Luftstrom zudem nicht direkt auf Sie selbst, sonst droht die Gefahr einer Erkältung oder Muskelzerrung. Haben Sie Haustiere, sollten diese ebenfalls nicht direkt vom Gebläse erreicht werden, hier sind ebenfalls Erkältungen oder Bindehautentzündungen die Folge.
Ausschalten, wenn nötig: Verlassen Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung, schalten Sie das Klimagerät ab oder drehen es zumindest herunter, um unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. Einige Anlagen besitzen außerdem eine Zeitschaltuhr oder lassen sich per Smart Home regeln. Wissen Sie, wann Sie in etwa zurückkehren werden, stellen Sie diese so ein, dass das Gerät eine halbe Stunde vor Ihrer Rückkehr wieder den Betrieb aufnimmt, um für angenehme Kühle bei Ihrer Rückkehr zu sorgen.
Wärmequellen reduzieren: Selbstverständlich sollten Sie sämtliche Heizanlagen ausschalten, wenn Sie ein Klimagerät nutzen. Doch auch andere Wärmequellen wie Öfen, Elektronik wie TV-Geräte oder Computer und selbst Lampen sind beim Betrieb einer Klimaanlage am besten nicht eingeschaltet. Vermeiden Sie zudem eine direkte Sonneneinstrahlung in Ihre Räume, zum Beispiel mithilfe von Rollläden, Markisen oder lichtundurchlässigen Vorhängen.
Nachts lüften: In der Nacht, wenn die Temperaturen angenehmer sind, sollten Sie Ihre gesamten Wohnräume gut durchlüften. Dies bringt nicht nur zusätzliche Abkühlung, sondern sorgt ebenfalls für einen besseren Austausch von verbrauchter und frischer Luft. Auf diese Weise schaffen Sie von vornherein bessere Bedingungen für den Betrieb des Klimageräts, und es muss nicht mit voller Leistung gegen heiße, sauerstoffarme Luft ankämpfen.
Was gilt es bei der Wartung von Klimageräten zu beachten?
Wie alle technischen Geräte müssen auch Klimaanlagen regelmäßig gewartet werden. Dies ist nicht nur für eine lange Funktionsfähigkeit und Lebensdauer wichtig, sondern auch aus hygienischen Gründen. Die Filter im Klimagerät saugen mit der Luft ebenfalls Staub, Pollen und andere Feinstmaterialien an, welche für Verstopfungen, Bakterienansammlungen und Schimmel sorgen können.
Bei mobilen Monoblockgeräten ist eine Wartung verhältnismäßig einfach durchzuführen. Demontieren Sie das Gerät nach der Gebrauchsanweisung – achten Sie hierbei darauf, nur Arbeitsschritte vorzunehmen, die nicht zu einem Garantieverlust führen – und reinigen und desinfizieren Sie die Filter. Die Wartung und Reinigung von Splitgeräten ist hingegen komplizierter. Wenden Sie sich hier besser an einen Fachmann, um Beschädigungen oder zukünftige Fehlfunktionen zu vermeiden. Zertifizierte Techniker überprüfen zudem auch den Kältemittelkreislauf und andere technische Komponenten (Kompressor, Ventile usw.), um die Einstellungen zu optimieren und Verschleiß frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
Benötigen Sie Unterstützung bei der Wartung Ihres Klimageräts, wenden Sie sich einfach an den EURONICS-Kundenservice. Unsere kompetenten Techniker sorgen dafür, dass die Anlage lange Zeit wie gewünscht läuft.
So finden Sie das passende Klimagerät
Um eine angemessene Kühlleistung bei geringem Stromverbrauch zu erzielen, sollten Sie ein Klimagerät erwerben, das sich für Ihre Räumlichkeiten eignet. So benötigt ein großes Einfamilienhaus ein leistungsstärkeres Gerät als eine kleine Wohnung. Auch die Wahl des richtigen Bautyps ist entscheidend. In Wohnungen ohne Balkon oder Terrasse lässt sich ein Splitgerät nicht gut aufstellen, eine fest installierte Anlage erfordert immer das Einverständnis des Vermieters und muss nach dem Auszug wieder entfernt oder an die Hausverwaltung übereignet werden. Bei der Leistung können Sie sich an der Faustformel Raumfläche in qm x 60 bis 100 Watt orientieren. Bei guter Dämmung und geringer Sonneneinstrahlung auf den Raum wählen Sie den niedrigeren, bei wenig Dämmung und hoher Sonneneinstrahlung den oberen Wert. Pro anwesender Person und elektronischem Gerät im Betrieb (PC, Fernseher, Drucker) sollten Sie ebenfalls noch etwa 100 Watt zur benötigten Leistung hinzuaddieren.
Kleine Wohnung/Kleiner Haushalt
Monoblockgerät (alternativ Luftkühler)
Energieeffizienz mindestens C
Große Wohnung/Einfamilienhaus/Mittelgroßer Haushalt
Split-Klimaanlage
Energieeffizienz mindestens C
Großes Einfamilienhaus/Großfamilie
fest installierte Multi-Splitanlage
Energieeffizienz mindestens B
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Klimagerät und einem Luftkühler?
Luftkühler sind weniger effiziente, dafür jedoch enorm günstige Alternativen zu einem „echten“ Klimagerät. Sie arbeiten nicht mit einem Kältemittelkreislauf, sondern nach dem Verdunstungsprinzip. Die warme Luft wird angesaugt, mithilfe eines Wassertanks heruntergekühlt und anschließend wieder in den Raum geblasen. Luftkühler benötigen nur wenig Energie und haben keinen Abluftschlauch, dafür bieten sie deutlich weniger Leistung als eine Klimaanlage und sind zudem lauter im Betrieb.
Klimageräte ohne Abluftschlauch: Welche Möglichkeiten gibt es?
Luftkühler sind weniger effiziente, dafür jedoch enorm günstige Alternativen zu einem „echten“ Klimagerät. Sie arbeiten nicht mit einem Kältemittelkreislauf, sondern nach dem Verdunstungsprinzip. Die warme Luft wird angesaugt, mithilfe eines Wassertanks heruntergekühlt und anschließend wieder in den Raum geblasen. Luftkühler benötigen nur wenig Energie und haben keinen Abluftschlauch, dafür bieten sie deutlich weniger Leistung als eine Klimaanlage und sind zudem lauter im Betrieb.
Muss ich das Kältemittel in meinem Klimagerät nachfüllen?
Etwa alle drei bis vier Jahre sollte das Wärmeträgermedium im Kältemittelkreislauf eines Klimageräts nachgefüllt werden. Ein Indikator dafür, dass ein Nachfüllen bzw. ein Austausch notwendig ist, ist es, wenn die Leistung der Anlage spürbar nachlässt oder der Energieverbrauch steigt. Sämtliche, das Kältemittel betreffende Arbeitsschritte sollten jedoch unbedingt von einem Fachmann durchgeführt werden. Da die Substanz bei Kontakt mit der Außenwelt schnell verdampft, würden Sie sie als Laie nur unnötig verschwenden und somit auch die Umwelt übermäßig belasten.
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