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Wenn Sie die Fähigkeiten der KI optimal für sich nutzen möchten, benötigen Sie die passende Hardware. Chatbots und ähnliche Helfer mit künstlicher Intelligenz sorgen für mehr Produktivität im Beruf und unterstützen Schüler und Studenten bei der Aneignung von Wissen. Und auch Spiele greifen in zunehmendem Maße auf die Möglichkeiten zurück, die KI für die Erzeugung einer noch lebendigeren und überzeugenderen virtuellen Welt bietet. Erfahren Sie mehr in unserem Ratgeber!
Mit speziellen KI-Notebooks reagieren die Hersteller jetzt auf einen veränderten Bedarf ihrer Kunden und liefern Mobilgeräte, die mit den aktuellen KI-Prozessoren von Intel und AMD ausgestattet sind. In dem Ratgeber KI-Notebooks erklären wir die wichtigsten Begriffe ums Thema, die Vorteile der Geräte und für welche Anwendungen sie nützlich sind. Erfahren Sie, warum die Anschaffung so lohnenswert ist und nach welchen Kriterien Sie Ihre Kaufentscheidung ausrichten sollten.
Was zeichnet KI-Notebooks aus? Die Vorteile im Überblick:
Auf dem Markt tauchen immer mehr Notebooks mit dem Zusatz „AI“ oder „KI“ im Namen auf. Seit Microsoft mit Windows 11 zahlreiche KI-Funktionen wie zum Beispiel die KI-Unterstützung für die Suchmaschine Bing freigeschaltet hat, ergeben sich für die Nutzer ganz neue Möglichkeiten der Unterstützung durch künstliche Intelligenz. Das Zauberwort lautet hier NPU. Denn damit stehen neue KI-Beschleuniger zur Verfügung, mit denen lokale KI-Anwendungen überhaupt erst effizient möglich sind. Wenn wir von einem KI-Notebook sprechen, ist daher immer eine solche NPU auf der Hardware-Seite vorhanden.
Sie interessieren sich für Themen wie das maschinelle Lernen und möchten entsprechende Algorithmen direkt auf Ihrem Computer ausführen? Dann führt kein Weg an speziellen Notebooks mit KI-Fähigkeiten vorbei. Sie sind damit nicht mehr auf die Cloud als Umgebung angewiesen, sondern können alles lokal auf dem eigenen System mit minimaler Latenz und unabhängig von einer bestehenden Internetverbindung umsetzen. Das spart nicht nur Zeit, sondern erhöht auch die Sicherheit erheblich. Das ist für berufliche Anwender in Hinblick auf eine hohe Arbeitsproduktivität ebenso nützlich wie für Gamer.
Der Umstieg auf Windows 11 lohnt sich
Wenn Sie noch Windows 10 bei sich einsetzen und sich fragen, ob sich ein Umstieg auf die neue Version 11 lohnt, fällt die Antwort eindeutig mit „Ja“ aus. Denn die KI-Funktionen stehen nur unter Windows 11 zur Verfügung. Für Windows 10 gibt es keine NPU-Treiber. Möchten Sie ein neues Notebook kaufen und KI nutzen, ist ein Produkt mit aufgespieltem Windows 11 daher Pflicht.
Was sind NPU-Prozessoren?
KI-gestützte Notebooks sind immer mit einem NPU-Prozessor ausgestattet, auch bekannt als KI-Prozessor oder KI-Chip. Dieser unterstützt die CPU (Hauptprozessor) und die GPU (Grafikprozessor). Interessant ist dabei vor allem das Zusammenspiel mit der GPU. Denn auch die Grafikkarte dient der Beschleunigung von KI-Anwendungen und kommt hierfür vielfach zum Einsatz. Wenn zum Beispiel das Trainieren von Deep Learning-Frameworks und damit größere und anspruchsvollere Aufgaben rund um das Thema KI anstehen, können die extrem leistungsfähigen GPUs ihre Vorteile ausspielen. Bei kleineren und häufig wiederkehrenden KI-Aufgaben hingegen sind die NPUs besonders effizient. Das können zum Beispiel die Nutzung eines AI-Chatbots wie ChatGPT und Anfragen an KI-gestützte Suchfunktionen sowie Bild-Tools wie Midjourney sein. In KI-Laptops sind alle drei Arten von Chips verbaut, damit Sie als Anwender sämtliche Vorteile für die Bewältigung Ihrer KI-Workloads nutzen können.
Die Stärke der AI-Notebooks liegt also in der Kombination von CPU und vor allem GPU und NPU. Eine NPU ist kein Ersatz für die Grafikkarte, sondern ergänzt deren Fähigkeiten. NPUs zeichnen sich insbesondere durch ihre geringe Leistungsaufnahme und hohe Effizienz aus. Sie können KI-Workloads abarbeiten und belasten das System dabei kaum. Das ist ein wichtiges Argument zum Beispiel in Hinblick auf die Akkulaufzeit. Die fällt deutlich länger aus, wenn Sie KI-Funktionen häufig verwenden und auf ein Notebook mit NPU zurückgreifen können.
KI-Prozessoren von AMD und Intel für Laptops
Die beiden großen Chip-Hersteller Intel und AMD haben sich längst dem Thema KI verschrieben und bieten spezielle Prozessor-Serien an, die KI-Anwendungen beschleunigen sollen. Mittlerweile ist davon auszugehen, dass integrierte NPUs in zukünftigen CPU-Plattformen die Norm darstellen sollten. Wir haben uns mit AMD Ryzen und Intel Core Ultra die beiden aktuell wichtigsten Produkte in diesem Bereich näher für Sie angesehen.
AMD Ryzen
AMD bietet ab der 7040-Serie seiner Ryzen-CPUs eine NPU an und setzt damit auf eine spezielle KI-Beschleunigung. Diese Prozessoren vertreibt der Hersteller unter dem Codenamen „Phoenix“ und vermarktet die dahinterstehende Technologie unter dem Begriff „Ryzen AI“. AMD bietet diese Produkte für den Mobilbereich an und hat dabei die Akkulaufzeit und die Energieeffizienz im Blick. Hinter Ryzen AI verbirgt sich aber mehr als nur ein Chip. Der Hersteller spricht hier von einer vollumfänglichen KI-Engine, die auch Werkzeuge für die Entwicklung, Treiber und Anwendungen umfasst. Zudem liegt eine enge Verzahnung mit den Radeon-Grafikkarten und den Ryzen-CPUs von AMD vor. Dieses Angebot ist relevant für Nutzer, die tiefer in das Thema KI einsteigen möchten und dafür nach passend ausgestatteten Notebooks suchen. Die 8040er-Serie ist ein Nachfolger für Phoenix, der die Leistung in diesem Bereich noch einmal steigert.
KI Laptop mit AMD Ryzen-Prozessor
Intel Core Ultra
Intel bietet ab Meteor Lake bzw. der Core-Ultra-Serie ebenfalls Prozessoren an, die über eine NPU verfügen. Dieser an die Seite gestellt ist eine leistungsstarke iGPU, bei der es sich um eine integrierte Grafikeinheit handelt. Die Technologie nennt der Hersteller „Intel AI Boost“ und sie soll dabei helfen, KI-Anwendungen lokal noch schneller und effizienter auszuführen. Zu finden ist diese Technologie in den Prozessoren der Familien Core Ultra 9, Core Ultra 7 und Core Ultra 5. Diese weisen jeweils unterschiedliche Konfigurationen zum Beispiel bezüglich ihrer Kerne auf. Hier soll sich für jeden Anspruch ein passendes Produkt im Mobile-Bereich finden lassen.
Laptop mit Intel Core Core Ultra-Chip
Was könnten die Anwendungsfälle für KI-Laptops sein?
KI bietet viele Möglichkeiten, zu denen gänzlich neue Funktionen und häufig die Verbesserung bereits bekannter Funktionen gehören. Wir haben uns einige der interessantesten Anwendungsfälle angesehen:
Bildgenerierung: Sie benötigen für Ihre Website spannende Bilder, mit denen Sie zum Beispiel den Firmenblog anreichern möchten? Die KI kann solche Bilder für Sie generieren. Sie geben das Thema vor und erhalten ein Ergebnis, das in exakt dieser Form garantiert noch nirgendwo im Internet vorkommt.
Gaming: KI-fähige Gaming-Notebooks intensivieren das Spielerlebnis. In Rollenspielen kann die künstliche Intelligenz zum Beispiel in Echtzeit Dialoge erfinden und in allen Spielen die Grafik optimieren.
Bild- und Videobearbeitung: Die Anpassung solcher Faktoren wie der Helligkeit oder der Kontrastwerte kann viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn Sie auf professionelle Ergebnisse Wert legen. Eine KI kann dabei unterstützen und zu erheblichen Produktivitätssteigerungen führen.
Videokonferenzen: Die KI unterstützt die automatische Verbesserung von Ton- und Bildqualität. Überdies kann sie helfen, Gesprochenes in Text umzuwandeln.
Fotografie: Sie möchten sicherstellen, dass die fotografierten Personen garantiert in die Kamera schauen? Eine KI kann das nachträglich ändern und den Blick automatisch anpassen.
Assistenz: Die KI kann Sie auch bei der Tagesplanung unterstützen und lernt dafür, wie Sie arbeiten und wie Sie Ihre Aufgaben am besten angehen können. Zu den Funktionen in diesem Bereich gehört auch das Organisieren von großen Dateimengen, die sich auf Ihrer Festplatte auf dem Notebook angesammelt haben. So setzen Sie ein effizienteres Zeitmanagement um.
Welche großen Hersteller bieten PCs und Notebooks an, die in der Lage sind, KI-Anwendungen auszuführen?
Spezielle KI-Notebooks sind mittlerweile von vielen der großen Hersteller verfügbar, darunter:
Samsung
LG
Dell
ASUS
Acer
Lenovo
Welche KI-Notebooks empfehlen sich für Büroarbeiter, Gamer und Kreative?
Sie möchten wissen, welches AI-Notebook das richtige für Sie ist? Das sind unsere Empfehlungen:
Büroarbeiter
Sie sind für Ihre Arbeit zunehmend auf eine leistungsfähige Bildanalyse, Spracherkennung oder prädikative Texterkennung angewiesen? Dann kann ein Notebook mit KI-Fähigkeiten die CPU und die GPU sinnvoll unterstützen. Für Büroarbeiter spielt zudem die Akkulaufzeit bei der Auswahl ihres Notebooks eine wichtige Rolle. Wenn Sie unterwegs häufig auf KI-Funktionen zurückgreifen möchten, sollte Ihr System diese Aufgaben so effizient wie möglich abarbeiten können. Denn das schont die Akkulaufzeit. Erforderlich ist dafür im Büro gerade die NPU, auf die GPU kommt es hier hingegen weniger an.
Laptop für Büroanwendungen
Gamer
Gamer gehören grundsätzlich zu einer Nutzergruppe mit besonders hohen Anforderungen an ihre Hardware. Sie profitieren daher von Entwicklungen im Bereich der KI erheblich und gehören damit auch zur Zielgruppe für AI-Notebooks. Die KI hat in modernen Spielen viele Aufgaben zu übernehmen, zum Beispiel bei der Gesichtserkennung, der Sprachsteuerung oder der Rendering-Optimierung mithilfe solcher Technologien wie DLSS von Nvidia. In Rollen- und Abenteuerspielen verhilft die KI den Nicht-Spieler-Charakteren (NPCs) dazu, flexibler auf die Entscheidungen des Spielers zu reagieren. Eine NPU kann hier gerade die CPU entlasten.
KI Gaming Laptop
Kreative
Die Anforderungen der Büroarbeiter und der Kreativen überschneiden sich in vielen Bereichen, weil sie auf ähnliche AI-Tools zurückgreifen. Für Kreative ist es jedoch vor allem wichtig, dass ein Notebook über eine professionelle Lösung für die GPU verfügt. Hier kommen zum Beispiel Systeme infrage, die von Nvidia Studio-validiert sind. Kreative Workflows etwa im Zusammenhang mit CAD-Anwendungen lassen sich damit optimal unterstützen. Besonders stark profitieren Kreative von der Automatisierung, die durch KI erreichbar ist. Sie können wiederkehrende Aufgaben einfach an die künstliche Intelligenz abgeben und Arbeitsschritte in der Bild- und Videobearbeitung automatisch ausführen lassen. Hier ist es ideal, wenn ein AI-Notebook solche Berechnungen effizient vornehmen kann.
Gerät für Kreative
FAQ KI-Notebooks – Nützliche Fragen und Antworten
Was ist AMD Ryzen™ AI?
Bei Ryzen™ AI handelt es sich um eine KI-Engine, die AMD speziell für Notebooks mit x86-Windows-Betriebssystemen entwickelt hat. Sie erhalten damit die Möglichkeit, Ihre KI-Anwendungen direkt auf dem Notebook statt in der Cloud auszuführen.
Werden KI-Arbeitslasten meinen Computer verlangsamen?
Das hängt davon ab, wie effizient Ihr Notebook die KI-Arbeitslasten verarbeiten kann. Mit einer speziellen NPU für die Unterstützung von CPU und GPU haben Sie hier gegenüber herkömmlichen Prozessoren ohne KI-Einheit einen deutlichen Vorteil.
Wird mein Notebook mit AMD Ryzen AI schnell veralten?
Die Technologie AMD Ryzen AI bietet ein gewisses Potenzial für Weiterentwicklungen, sodass sich der Nutzen der KI-Engine in der Zukunft eventuell noch erhöhen lässt.
Kann ich auch bei Videos von AMD Ryzen AI profitieren?
Ja, AMD Ryzen AI bietet auch für die Wiedergabe von Videos Vorteile. Dazu gehört zum Beispiel eine KI-gestützte Optimierung der Videoqualität.
Wie variieren die Preise für KI-fähige Notebooks?
Notebooks mit KI-Prozessoren finden Sie in einem breiten Preisbereich. Modelle von Medion unterhalb von 1.000 Euro sind ebenso zu finden wie Acer-Notebooks im Preisbereich von 1.000 bis 2.000 Euro. Premium-Modelle wie zum Beispiel das Microsoft Surface Laptop Studio 2 sind oberhalb von 3.000 Euro angesiedelt.
Wie viel Speicher brauche ich für lokale KI-Beschleunigung in Laptops?
KI-Anwendungen bringen einen hohen Speicherbedarf mit sich. Für die lokale KI-Beschleunigung empfiehlt sich daher ein Arbeitsspeicher mit mindestens 32 GB.
Wie findet man den KI-Prozessor in dem Notebook?
Wenn Sie unter Windows den Task-Manager aufrufen (Tastenkombination STRG + UMSCHALT + ESC) und die Registerkarte „Leistung“ auswählen, zeigt Ihnen das System alle Kerne und logischen Prozessoren an, die in Ihrem Notebook verbaut sind. AMD-Chips tauchen hier unter der Bezeichnung „AMD IPU Device“ auf, Produkte von Intel als „Intel AI Boost“.