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Gegenstände von hohem Wert, persönliche Unterlagen und Speichermedien mit sensiblen Daten sollten umfangreich geschützt werden. Gerade wertvolle Objekte, die schnell weiterverkauft werden können, sind die bevorzugten Ziele von Einbrechern. Doch auch bei einem Hausbrand können etwa wichtige Dokumente zerstört werden. Lagern Sie Ihre Wertsachen jedoch in einem Tresor, sind sie vor den verschiedensten Gefahren geschützt.
In unserem Haus oder unserer Wohnung lagern viele Wertgegenstände, die wir schützen möchten und müssen. Hierzu zählen etwa teure Accessoires wie Uhren und Schmuck, kostspielige Technik, persönliche Akten und Datenträger oder aber größere Mengen Bargeld. Bedrohungen für unser Hab und Gut stellen vorrangig Diebe und Einbrecher dar. Doch auch Brände können neben der Einrichtung immense materielle Werte und wichtige Dokumente zerstören. Damit Sie Ihre Wertgegenstände geschützt wissen, lohnt es sich, einen Tresor, Safe oder Sicherheitsschrank zu kaufen. Diese entweder gut versteckten oder schwer aufzubrechenden Fächer verwahren Ihre wertvolle Habe sicher und sind ohne den richtigen Schlüssel, Code oder andere Verriegelungen nur sehr schwer zugänglich. Doch je nach zu schützenden Gegenständen und Bedrohungen, die Sie erwarten, sollten Sie hierbei ein Modell auswählen, das Ihren Ansprüchen auch gerecht wird. Im EURONICS-Ratgeber erfahren Sie mehr zu Tresoren allgemein, den verschiedenen Typen sowie den Sicherheitsklassen und Schlosstypen. So finden Sie garantiert den passenden Safe für Ihre vier Wände.
Ein Tresor ist ein besonders gesichertes Gerät zur Aufbewahrung von Wertgegenständen, Bargeld, Dokumenten oder anderen Gegenständen, beispielsweise auch Waffen. Der Begriff leitet sich von griechischen „thésauros“ her, was so viel wie „Schatzkammer“ bedeutet. Andere Termini wie Safe, Sicherheitsschrank oder Panzerschrank werden häufig synonym verwendet. Die Vorläufer von Tresoren, wie wir sie heute kennen, existierten bereits in der Antike, etwa im alten Ägypten. Dabei handelte es sich um robuste und verschließbare Möbelstücke für Gold und Schmuck. Mit der Verfügbarkeit von Eisen wurden gerade im Mittelalter Truhen gefertigt, mit Metall beschlagen und mit mehreren Schlössern versehen – vorrangig zunächst zur Verwahrung von Kirchenschätzen und Reliquien. Die Verarbeitung von Eisen brachte neben einer höheren Sicherheit ebenfalls einen zusätzlichen Schutz vor Feuer. Mit der Industrialisierung wurden Tresore schließlich in größeren Stückzahlen gefertigt und waren auch für die allgemeine Bevölkerung erschwinglich. Sie entwickelten sich zudem von oft verzierten Truhen zu den Stahlschränken, die wir heute kennen. In den 1960er Jahren wurden letztendlich deutschlandweite und in den 1990er Jahre europaweite Sicherheitsnormen für Tresore eingeführt.
Moderne Tresore bestehen aus einem Korpus und einer Tür, welche abhängig von der Sicherheitsstufe ein- oder mehrwandig ausgeführt sind und eine Stärke von bis zu 20 Zentimetern aufweisen können. Als bevorzugtes Material kommt Stahl zum Einsatz, in den je nach Anforderungen Schichten aus Kunststoff, Beton, Isolierstoffen oder Gemischen aus diesen eingearbeitet sein können. Auch chemische Zuschlagstoffe mit flammhemmender Wirkung finden häufig Verwendung, um ein Aufbrechen durch Schneidbrenner zu verhindern oder zu erschweren. Zudem sind Tresore oft mit verschiedenen Mechanismen ausgestattet, bei denen Stahlrohre und -kugeln oder Carbidpartikel in Betonfüllung zum Einsatz kommen, um Brechwerkzeuge schneller abstumpfen zu lassen. Die Tür wird von Scharnieren getragen und weist ein mehrteiliges Riegelwerk auf, welches durch diverse Schlosstypen oder aber durch elektronische Zugangscodes gesichert ist.
Welche Arten von Tresoren gibt es? Wo werden sie eingesetzt?
Tresore lassen sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Zum einen betrifft dies die Art des Inhalts. So existieren etwa Geldschränke, Wertschutz-, Dokumenten- und Schlüsseltresore oder aber Waffenschränke. Auch lassen sich Safes nach der Art des Einbaus kategorisieren: Hier werden etwa Bodentresore, Tresore als Wandeinbau oder aber freistehende oder bodenverankerte Möbel- und Standtresore unterschieden. Zudem bestehen auch kleinere Varianten, die sich noch besser verstecken lassen, etwa Buch- oder Schubladentresore. Oder an Wänden montieren wie etwa Schlüsseltresore, mit denen beispielsweise AirBNB-Betreiber die Schlüssel für Wohnungen übergeben können, ohne selbst anwesend zu sein.
Schlüsseltresor zur Wandmontage
Weitere Kriterien zur Klassifizierung stellt die Sicherheitsklasse des Tresors dar. Hierbei existieren das VdS-Siegel (Vertrauen durch Sicherheit) und das ECB-S-Zertifikat. Beide Klassifizierungen und die dazugehörige Stufe von Null bis Sechs bzw. Zehn werden dabei durch Prüfverfahren ermittelt, die jeweils europäischen Normen unterliegen.
Eine Unterteilung lässt sich ebenfalls nach dem verbauten Schließmechanismus erstellen. Hierbei existieren in der einfachsten Variante normale Schlösser mit Schlüssel oder mechanische Zahlenschlösser. Elektronische Schlösser, die die Eingabe eines Codes erfordern, gelten als sicherer und weisen nicht selten zusätzliche Mechanismen wie eine Öffnung mit Zeitverzögerung auf. Besonders moderne Hightech-Safes lassen sich auch über einen Fingerabdrucksensor öffnen. Je nach Ausführung des Tresors ist ebenfalls eine Kombination der Sicherheitsmechanismen möglich, so dass beispielsweise ein Schlüssel und ein Zahlencode benötigt werden.
Die Einsatzgebiete von Tresoren sind vielfältig und richten sich ebenfalls meist nach dem Inhalt und dem Verwendungszweck. So dienen sie in Privathäusern überwiegend dem Schutz von Wertsachen, Dokumenten, Datenträgern und Ähnlichem. Auch in Hotels kommen Safes zum Einsatz, damit Gäste ihre Wertgegenstände wie Ausweise, Kreditkarten und Elektronik verstauen können, während sie sich auf Ausflüge begeben. Tresore finden sich zudem überall im Gewerbe, in denen mit Wertgegenständen gehandelt wird oder sensible Informationen geschützt werden müssen. Eine Sonderform, die überwiegend bei Banken zum Einsatz kommt, ist der Tresorraum: Hierbei handelt es sich um einen eigenständigen, gesicherten und verstärkten Raum mit schweren Türen und besonderen Zugangsbeschränkungen.
Was besagt die Sicherheitsklasse von Tresoren?
Je nach Sicherheit und Widerstandsfähigkeit werden Tresore in verschiedene Klassen unterteilt. Eine hiervon stellt die Klassifizierung nach VdS und dem Widerstandswert RU dar („Resistance Unit“), der noch einmal in Teilzugriff und Vollzugriff unterschieden wird. Teilzugriff bedeutet hierbei, dass Gegenstände aus dem Tresor etwa durch die Aufbohrung eines handgroßen Loches entnommen werden können, Vollzugriff beschreibt die Öffnung der Tresortür. Die Abstufung erfolgt bei der VdS-Einteilung von Null bis Zehn, wobei ein Safe der Klasse eins einen Widerstandswert von 30 für den Teilzugriff und einen von 50 für den Vollzugriff bietet, bei Klasse zehn sind es hingegen 900 bzw. 1.350. Ab Klasse zwei sind die Tresore zudem auch resistent gegenüber Explosionen, ab Klasse vier des Weiteren gegenüber Kernbohrwerkzeugen. Zudem existieren für alte Stahlschränke noch die Sicherheitsstufen A und B. Diese Standards sind jedoch veraltet und unterliegen seit der Überarbeitung der Richtlinien und der Einführung der VdS-Klassen keinem Versicherungsschutz mehr.
Neben der VdS-Einteilung existiert zudem noch die Klassifizierung nach ECB-Standard (European Certification Body). Diese unterteilt Tresore in die Sicherheitsklassen Null bis Sechs, welche jeweils Auskunft über den Widerstandsgrad sowie die Feuergüteklasse und die Schlossklasse geben. Auch die Versicherungsansprüche sind abhängig von der Sicherheitsklasse. Für den privaten Bereich existieren auch die Sonderstufen S1 und S2 vor der Unterteilung von Null bis Sechs – erstere bietet dabei einen Versicherungsschutz von bis zu 5.000, zweitere von bis zu 20.000 Euro. Hierbei handelt es sich jedoch nur um Empfehlungen, die tatsächlichen Summen werden meist individuell vom Versicherungsanbieter geregelt.
Wie wichtig ist die Brandschutzklasse von Tresoren?
Neben einem Einbruch können Wertgegenstände, Dokumente oder elektronische Daten auch durch einen Brand verloren gehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ein Tresor auch einen bestimmten Feuerschutz aufweist. Unterschieden wird hierbei zwischen einem Feuerschutz für Papier (P) und einem Feuerschutz für Daten (DIS = Diskette). Die Unterscheidung erfolgt dabei zwischen „Feuerschutz LFS“ (leichter Feuerschutz nach EN 15659) und „Feuerschutz S“ (geprüfter Feuerschutz nach EN 1047-1) sowie nach der Zeit, über die Feuer- und Hitzeschutz gegeben ist, bevor es zu Schäden kommen kann – meist zwischen 30 und 120 Minuten. So gibt also die Sicherheitsstufe „Feuerschutz LFS 30 P“ an, dass der Tresor Papier im Falle eines Brandes für 30 Minuten sicher lagern kann, die Zertifizierung „Feuerschutz S 60 P“ verspricht keine Schäden an Papier für 60 Minuten im Brandfall. Ähnlich verhält es sich auch mit Klassifikationen wie „S 60 DIS“ oder „S 120 DIS“, welche den Feuerschutz für Datenträger bei einem Brand benennen. Die Angaben sind dabei auch an eine maximale Erhöhung der Innenraumtemperatur des Tresors gebunden, bei Papier höchstens 170 Grad Celsius, bei Speichermedien lediglich 50 Grad. Einige Länder, gerade Nicht-EU-Länder, haben ihre eigenen Brandschutzklassen, die USA etwa „UL 72“ für 60, 90 oder 120 Minuten, oder Schweden „NT Fire 017“. Die Klassifizierung gilt dabei für Papier und elektronische Daten.
Die Brandschutzklasse wird, wie auch die Sicherheitsklasse, über unabhängige Tests bestimmt. Dabei gibt sie nicht nur Auskunft über die Widerstandsfähigkeit des Tresorinnenraums gegenüber Feuer und Hitze, sondern regelt ebenfalls im Falle eines Schadens Versicherungsansprüche. Planen Sie, vorrangig Bargeld, Akten und Datenträger in Ihrem Safe zu lagern, empfiehlt sich ein besonders robuster Brandschutztresor. Für Schmuck und andere, nicht entflammbare Wertgegenstände ist die Feuerschutzklasse hingegen weniger wichtig.
In welchen Größen sind Tresore verfügbar?
Tresore sind in den unterschiedlichsten Größen erhältlich. So existieren gerade für den privaten Gebrauch Möbel-, Wand-, oder Bodensafes, die kaum größer als eine Mikrowelle sind (etwa 30 x 50 x 30 Zentimeter groß). Aber auch Panzerschränke mit einer Höhe von zwei Metern sind erhältlich. Zudem gibt es auch deutlich kleinere, flachere und unauffällig platzierbare Safes. Die Wahl des passenden Tresors richtet sich immer danach, was Sie darin aufbewahren möchten. Für Wertgegenstände wie Uhren, Schmuck und eventuell auch Technik oder aber Datenträger benötigen Sie nicht allzu viel Platz, es sei denn, Sie haben eine große Menge davon sicher zu verwahren. Müssen Sie Akten und andere wichtige Dokumente im Safe unterbringen, achten Sie darauf, dass Sie diese darin ablegen können, ohne sie zu knicken. Für größere Gegenstände ist auch ein größerer Tresor erforderlich: So benötigen etwa Jäger und Sportschützen einen hohen Langwaffenschrank für ihr Gewehr und die dazugehörige Munition.
Welche Schließmechanismen gibt es bei Tresoren?
Die Verriegelung eines Tresors kann auf verschiedene Art realisiert sein. Diese wirkt sich sowohl auf die Sicherheit des Safes, auf den Bedienkomfort sowie auf den Preis aus. Grundsätzlich kommen bei Tresoren für den Privatgebrauch vier verschiedene Schließmechanismen zum Einsatz, die gegebenenfalls auch in Kombination auftreten können:
Doppelbart-Schloss: Die Grundausstattung von Tresoren stellt ein herkömmliches Schloss dar, welches über einen Doppelbart-Schlüssel, also einen Schlüssel mit einem oberen und einem unteren Bart, geöffnet werden kann. Safes mit Doppelbart-Schloss sind vergleichsweise günstig, allerdings muss der Schlüssel sicher verwahrt werden, denn Einbrecher werden vermutlich intensiv danach suchen, erkennen Sie einen Tresor dieser Art. Das stetige Mitführen derartiger Schlüssel ist ebenfalls kompliziert, da diese gerade bei hohen VdS-Klassen recht lang und sperrig gefertigt und folglich an einem normalen Schlüsselbund hinderlich sind. Zudem kann der Schlüssel verloren gehen.
Mechanisches Zahlenschloss: Dieser Schließmechanismus verfügt über einen Umstellschlüssel – also eine Art Dreh- bzw. Einstellscheibe – über die drei oder vier zweistellige Zahlen für die Öffnung des Tresors eingestellt werden müssen. Mechanische Zahlenschlösser sind deutlich sicherer als Doppelbart-Schlösser, solange Sie den Code niemandem weitergeben. Allerdings braucht es für das Einstellen der Kombination eine ruhige Hand, denn die Drehscheibe ist sehr empfindlich. Zudem können bei längerer Nutzung des Tresors Gebrauchsspuren eventuell Aufschluss über den Code geben. Nicht zuletzt können die Bauteile eines mechanischen Zahlenschlosses auch über die Zeit verschleißen.
Elektronisches Zahlenschloss: Diese Art Schloss stellt die mitunter sicherste Variante dar. Auch hier wird zur Öffnung des Tresors ein Code benötigt, der jedoch über ein Tastenfeld eingegeben wird. Dies ist deutlich bequemer als das Bedienen eines Drehreglers bei einem mechanischen Zahlenkombinationsschloss. Außerdem erlaubt die elektronische Variante eine zeitversetzte Öffnung, was die Einbruchsicherheit noch einmal erhöht. Allerdings müssen Elektronikschlösser mit Strom versorgt werden und sind darüber hinaus anfälliger für Feuchtigkeit und Kälte. Um dem möglichen Versagen vorzubeugen, gibt es daher auch elektronische Zahlenkombinationsschlösser mit mechanischer Notschließmöglichkeit über einen Doppelbart-Schlüssel. Elektronische Schließmechanismen sind die mitunter teuerste Variante.
Fingerabdruckscanner: Besonders moderne Tresore bieten die Möglichkeit – meist in Verbindung mit einem elektronischen Codeschloss – über den Fingerabdruck bestimmter Personen geöffnet zu werden. Dies erhöht die Sicherheit zusätzlich, da der Zugriff auf hinterlegte Fingerabdrücke beschränkt ist. Bei Komplikationen mit dem Sensor besteht dann immer noch die Option, den elektronischen Code einzugeben. Für die Sicherung extrem wertvoller Gegenstände und besonders sensibler Daten existieren noch andere Scan-Varianten (etwa Netzhautscans), diese Tresortypen werden jedoch speziell gefertigt und sind für Privatpersonen (abgesehen von enorm reichen oder anderweitig privilegierten Menschen) nicht verfügbar.
Wie und wo werden Tresore aufgestellt oder eingebaut?
Die Montage von Tresoren kann je nach Bauart unterschiedlich ausfallen. Der wohl bekannteste Typ hierbei ist der Möbeltresor, den Sie auch oftmals als Hoteltresor finden. Er wird meist versteckt in Möbeln eingesetzt und gegebenenfalls zusätzlich in Rückwand oder Boden verankert. Möbeltresore gibt es in verschiedenen Größen, etwa zur Aufbewahrung kleinerer Gegenstände wie Smartphone und Geldbörse, oder aber als größere Variante für Akten, Geldkassetten und andere sperrige Gegenstände. Da die Safes meist nur ein moderates Gewicht aufweisen, können sie jedoch womöglich selbst entwendet werden, wenn sie nicht entsprechend verankert sind.
Wand- und Bodentresore werden – wie der Name schon sagt – in Ihr Gebäude eingemauert. Dadurch bieten sie nicht nur eine weitaus größere Sicherheit, da sie nahezu unmöglich selbst gestohlen werden können, sondern lassen sich auch deutlich besser verstecken. Tresore zur Wandmontage fallen dabei womöglich eventuell noch etwas mehr auf als Bodentresore. Zusätzlich verbergen lassen sich die Geräte mithilfe von Bildern, Kalendern oder Teppichen. Bei eingemauerten Tresoren ist die Montage allerdings weitaus aufwändiger als bei einem Möbel- oder Standtresor.
Standtresore werden einfach frei im Raum platziert und können dabei ebenfalls in den verschiedensten Größen und Gewichtsklassen vorkommen. Bei einem Eigengewicht unter einer Tonne empfehlen Hersteller jedoch eine zusätzliche Verankerung im Boden, damit der Safe selbst nicht entwendet werden kann.
So finden Sie den richtigen Tresor
Die Wahl des richtigen Tresors richtet sich immer nach dem Einsatzzweck. Zunächst sollten Sie sich überlegen, was der Safe genau schützen soll. Für Akten und Dokumente etwa benötigen Sie eine andere Sicherungsmöglichkeit als für große Mengen Schmuck. Waffenschränke müssen hingegen besonderen, gesetzlich vorgeschriebenen Normen und Sicherheitsklassen entsprechen. Möchten Sie viele Datenträger aufbewahren, so benötigen Sie einen speziellen Datensicherungsschrank, der gesondert gegen Feuer, aber auch gegen Magnetismus und Löschwasser geschützt ist. Zur Orientierung hat Ihnen EURONICS einige Einsatzgebiete genauer vorgestellt:
Akten und Dokumente:
Bauart: Wand- oder Bodentresor
Größe: lang, schmal (Knicken der Akten vermeiden)
Sicherheitsklasse: mind. ECB S1 (bis ca. 5.000 Euro versichert)
Brandschutzklasse: mind. Feuerschutz S 60 P
Schließmechanismus: frei wählbar
Schmuck und Wertsachen:
Bauart: frei wählbar
Größe: abhängig von Inhalt, Menge
Sicherheitsklasse: mind. ECB S2 (bis ca. 20.000 Euro versichert) oder höher
Ist es möglich, einen Tresor ohne Schlüssel oder Code zu öffnen?
Haben Sie einmal den Schlüssel Ihres Tresors verloren oder den Code vergessen, gibt es unterschiedliche Arten, ihn dennoch zu öffnen oder öffnen zu lassen. Eine Möglichkeit etwa ist es, einen Not- oder Zweitschlüssel zu nutzen, falls dieser existiert und wieder aufgefunden werden kann. Ansonsten bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, den Hersteller oder einen seriösen Schlüsseldienst zu kontaktieren, um den Tresor beschädigungsfrei öffnen zu lassen. Dies ist selbstverständlich mit zusätzlichen Kosten verbunden.
Bin ich versichert, wenn mein Tresor aufgebrochen wird?
Die jeweilige Sicherheitsklasse des Tresors gibt in der Regel Richtwerte, bis zu welcher Höhe sein Inhalt versichert werden kann und was Sie im Falle eines Ein- bzw. Aufbruchs zurückerhalten. Versicherungsanbieter orientieren sich jedoch lediglich an den Abgaben und reagieren individuell. Vor der Anschaffung eines Safes ist es daher immer ratsam, sich mit der Versicherung in Verbindung zu setzen, um zu prüfen, welche Tresormarken und Sicherheitsstandards akzeptiert und wie hoch versichert werden. Auch existieren Unterschiede bei einer privaten oder gewerblichen Nutzung. Generell gilt jedoch, dass mit höherer Sicherheitsklasse auch die erstattete Versicherungssumme im Falle eines Schadens steigt.
Wie sicher ist mein Tresor?
Grundsätzlich kann jeder Tresor irgendwie geknackt oder aber mit Gewalt geöffnet werden. Je nach Stabilität und Sicherungsmechanismen nimmt dies jedoch unterschiedlich viel Zeit und Aufwand in Anspruch. Für Safes mit einer hohen Sicherheitsklasse und komplexen Schließmechanismen ist oftmals spezielle Ausrüstung vonnöten, die das „Arbeitsgerät“ von Einbrechern wie Schraubenzieher, Bohrmaschine, Brechstange oder Dietrich oftmals nicht mit einschließt. Benötigen Diebe zu lange, um einen Tresor zu knacken, geben sie meist auf und ziehen unverrichteter Dinge wieder ab. Entscheidend sind auch das Gewicht und die Verankerung des Safes. Ein fest verbauter bzw. eingemauerter Tresor oder aber ein freistehender Sicherheitsschrank mit mehreren hundert Kilogramm Masse kann von Einbrechern nur mit großen Aufwand entwendet und mitgenommen werden, um ihn dann an einem sicheren Ort aufzubrechen.