Der Akku-Schrauber: Das wichtigste Heimwerker-Tool
Sämtliche Schraubvorhaben – sei es nun das einfache Zusammenbauen von Möbeln oder aber eine weitaus komplexere Arbeiten – sind mit einem Akku-Schrauber einfacher zu bewerkstelligen als von Hand. Per Knopfdruck lassen sich Schrauben sicher festziehen oder leicht lösen. Ob bei Umzügen oder im Alltag: Hier hat die Power der Elektrogeräte gegenüber Muskelkraft die Nase vorn. Darüber hinaus können einige Akku-Schrauber sogar weitaus mehr leisten als nur das bloße Bearbeiten von Schrauben.
Grundsätzlich werden Akku-Schrauber in drei Geräteklassen unterteilt. Die „normalen“ Akku-Schrauber besitzen kein Bohrfutter, sondern lassen sich lediglich zum Ein- oder Ausdrehen von Schrauben nutzen. Dabei sind sie meist vergleichsweise klein, leicht und handlich konzipiert und lassen sich mühelos transportieren und bedienen. Mini-Akkuschrauber passen nicht selten sogar in die Hosentasche.
Zweite Kategorie stellen so genannte Akku-Bohrschrauber dar. Diese verfügen über ein Bohrfutter und mindestens zwei Gänge – einen langsamen fürs Schrauben und einen schnellen fürs Bohren. So sind Sie auch ohne Bohrmaschine in der Lage, Löcher in bestimmte Materialien zu bohren. Eine Sonderform von Bohrschraubern sind Schnellbau- oder Trockenbauschrauber. Diese besitzen zusätzlich eine Kupplung und einen Tiefenanschlag, der die Kraftübertragung unterbricht, sobald die korrekte Bohrtiefe erreicht ist.
Letzte Form ist der Akku-Schlagbohrschrauber. Er besitzt neben dem Bohrfutter noch eine zuschaltbare Schlagfunktion beim Bohren. Diese versetzt den Bohrer über ein mechanisches Schlagwerk in Vibration, was eine deutlich bessere Kraftübertragung ermöglicht. Mit einem Akku-Schlagschrauber können Sie sogar Löcher in Beton oder Mauerwerk bohren.
Achten Sie beim Kauf Ihres Akku-Schraubers vor allem auf den Akku selbst und dessen Spezifikationen. Die Amperestundenzahl (Ah) gibt dabei die Batteriekapazität und die Betriebsdauer am Stück an. Für kürzere Arbeitseinsätze genügt ein Akku mit 1,5 bis 2 Ah. Benötigen Sie das Gerät über einen längeren Zeitraum, sollte er besser über 3 bis 4 Ah verfügen. Ein Reserve-Akku ist jedoch in jedem Fall sinnvoll – so können Sie immer mit einer Batterie arbeiten, während die andere lädt. Kaufen Sie den Akku-Schrauber in einem Set mit anderen Werkzeugen, informieren Sie sich vorab, ob ein modulares Akku-System eingesetzt wird. In diesem Fall lassen sich die Akkus der einzelnen Geräte auch untereinander austauschen. Ein weiteres wichtiges Akku-Kriterium ist die Voltzahl, denn diese bestimmt neben dem Drehmoment die Leistung des Werkzeugs. Leichte Schraubarbeiten lassen sich womöglich noch mit einem Gerät bis 9,6 Volt bewältigen, für umfangreichere Tätigkeiten oder das Bohren von Löchern sind Akku-Schrauber mit 10,8 oder 14,4 Volt empfehlenswert. Geräte mit 18 Volt oder mehr kommen vorrangig im Profi-Bereich oder im Berufshandwerk zum Einsatz.
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